Institutionelle Investoren erobern den deutschen Einfamilienhausmarkt mit Mietstrategie
Amelie KrügerInstitutionelle Investoren erobern den deutschen Einfamilienhausmarkt mit Mietstrategie
Institutionelle Anleger drängen auf den deutschen Einfamilienhausmarkt
Institutionelle Investoren steigen nun in großem Stil in den deutschen Markt für Einfamilienhäuser ein. Den Vorstoß führt PGIM, eine Tochter des US-Versicherungskonzerns Prudential Financial, an – mit dem Fokus auf neu gebaute Reihenhäuser. Dieser Wandel vollzieht sich zu einer Zeit, in der Bauträger in einem schwächelnden Immobilienmarkt mit Finanzierungsschwierigkeiten kämpfen.
Sebastiano Ferrante, Europa-Chef von PGIM, prüft derzeit gezielt Chancen im deutschen Reihenhaussegment. Das Unternehmen setzt dabei auf langfristige Vermietung statt auf den Verkauf der Objekte. Im Mittelpunkt der Strategie stehen Pendlerregionen rund um die großen Städte, wo die Nachfrage nach Familienwohnraum weiterhin stabil bleibt.
Aktuell sind Bauträger auf Vorverkäufe angewiesen, um ihre Projekte zu finanzieren. Doch große Investoren wie PGIM springen nun ein und sichern einen Teil dieser Geschäfte ab. Durch die Akzeptanz niedrigerer Einstiegspreise wollen sie Projekte in einem Markt stabilisieren, der unter zähen Transaktionen leidet.
Die Baukosten für die Häuser in modularer Bauweise liegen zwischen 1.900 und 2.000 Euro pro Quadratmeter. Die erwarteten Mieteinnahmen belaufen sich auf 17 bis 18 Euro pro Quadratmeter, was monatlichen Mieten von etwa 1.700 bis 1.800 Euro pro Objekt entspricht.
Der Schritt markiert einen seltenen Vorstoß institutioneller Akteure in den deutschen Einfamilienhaussektor. Angesichts der angespannten Finanzierungsbedingungen könnte ihr Engagement Bauträgern helfen, neue Projekte voranzutreiben. Der Fokus auf Vermietung statt Verkauf deutet auf eine langfristige Wette auf stabile Erträge aus Wohnimmobilien hin.






