19 June 2026, 17:02

Islamische Grundschulen in den Niederlanden boomen – doch die Kritik wächst

Niederländische Steuerzahler geben jährlich Millionen für islamische Schulen aus

Islamische Grundschulen in den Niederlanden boomen – doch die Kritik wächst

Anmeldungen an islamischen Grundschulen in den Niederlanden steigen stark an

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In den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten haben sich die Schülerzahlen an islamischen Grundschulen in den Niederlanden deutlich erhöht. Anfang 2025 besuchten bereits mehr als 20.000 Kinder diese Einrichtungen, wobei die öffentliche Förderung jährlich über 145 Millionen Euro betrug. Das Wachstum hat eine Debatte über die Verwendung von Steuergeldern für konfessionelle Bildung entfacht.

Zwischen 2009 und 2019 stieg die Zahl der Schüler an islamischen Grundschulen um 60 Prozent. In den folgenden fünf Jahren erhöhte sie sich um weitere 23 Prozent. Reformen, die die Gründung neuer Schulen erleichterten, trugen maßgeblich zu diesem Anstieg bei.

Bis 2025 besuchten etwa 20.700 Kinder diese Schulen, wobei pro Schüler im Durchschnitt über 7.000 Euro an öffentlichen Mitteln flossen. Für 2026 sind neun weitere islamische Grundschulen geplant, sodass die Gesamtzahl auf über 100 im ganzen Land steigen wird.

Gleichzeitig haben sich auch islamische Abend- und Wochenendschulen ausgeweitet. Diese unterliegen weitgehend keiner Aufsicht durch die Schulbehörden. Der niederländische Inlandsgeheimdienst hat vor möglicher ausländischer Einflussnahme durch Finanzierungen solcher Einrichtungen gewarnt.

Erst kürzlich lehnte der niederländische Senat einen Vorschlag ab, der ausländische Kontrolle über religiöse Schulen einschränken sollte. Befürworter islamischer Bildung argumentieren, Eltern hätten das Recht, ihre Kinder auf solche Schulen zu schicken. Kritiker hingegen befürchten, dass öffentliche Gelder ungewollt Ideologien wie eine schleichende Islamisierung oder die Scharia fördern könnten.

Die Zahl der islamischen Grundschulen wächst weiter, und für das kommende Jahr sind weitere Neueröffnungen geplant. Die öffentliche Finanzierung bleibt beträchtlich, während die Bedenken hinsichtlich ausländischer Einflussnahme und mangelnder Kontrolle bestehen bleiben. Die Diskussion über religiöse Erziehung und ihren Platz im niederländischen Schulsystem wird voraussichtlich anhalten.

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