30 April 2026, 16:58

IT-Panne beim Seco lässt Arbeitslose monatelang ohne Taggelder

Blauer Hintergrund mit einem zentralen Gebäude und dem Text "Unter Bidenomics liegt die Arbeitslosenquote seit 21 Monaten unter 4%. Das ist die längste Phase in über 50 Jahren."

IT-Panne beim Seco lässt Arbeitslose monatelang ohne Taggelder

Ein fehlerhaftes IT-System beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat Tausende Arbeitslose wochenlang ohne ihre Taggelder zurückgelassen. Die anhaltenden Verzögerungen sorgen für Frust – manche Wartenden haben trotz Bemühungen, den Rückstau abzubauen, noch immer keine Zahlungen erhalten. Mittlerweile hat das Problem auch das Bundesparlament erreicht, wo Abgeordnete Antworten fordern.

Die Schwierigkeiten begannen, nachdem das Seco ein neues System zur Bearbeitung von Arbeitslosenleistungen eingeführt hatte. Statt die Abläufe zu verbessern, führte das Update zu massiven Störungen. Seither arbeiten Kantone und Arbeitslosenkassen abends und am Wochenende, um den Rückstand zu verringern – doch einige Anspruchsberechtigte warten weiterhin auf ihr Geld.

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Nationalrat Daniel Sormanni aus Genf hat sich der Sache angenommen und die Lage als "massiv und inakzeptabel" bezeichnet. Er reichte eine dringliche Motion ein, die verlangt, dass Wirtschaftsminister Guy Parmelin am 19. März vor dem Parlament Stellung nimmt. Sormannis Fragen zielen darauf ab, wer die Einführung des fehlerhaften Systems genehmigt hat und ob die Seco-Führung bei der Aufsicht versagt hat.

Das Seco hat schwere Mängel der neuen Plattform eingeräumt. Zwar seien die meisten Zahlungen mittlerweile abgewickelt, doch einzelne Fälle blieben ungelöst. Aus dem IT-Fiasko ist inzwischen ein politischer Streit geworden: Der Nationalrat prüft die Handhabung der Arbeitslosenversicherung genau.

Die IT-Krise beim Seco hat viele Menschen über längere Zeit ohne dringend benötigtes Einkommen zurückgelassen. Da sich nun der Nationalrat einschaltet, muss der Bundesrat Klarheit über die Ursachen schaffen und Verantwortung für die Verzögerungen übernehmen. Eine offizielle Stellungnahme wird erwartet, wenn Minister Parmelin später in diesem Monat vor dem Parlament erscheint.

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