Jahrzehntelange Sanierung: Warum Deutschlands Bahnnetz jetzt am Limit ist
Amelie WeberDB-Chefin Palla bittet Fahrgäste um Geduld bei Gleisrenovierungen - Jahrzehntelange Sanierung: Warum Deutschlands Bahnnetz jetzt am Limit ist
Deutschlands Schienennetz steht vor jahrelangen Großsanierungen nach jahrzehntelanger Unterfinanzierung
Deutsche-Bahn-Chefin Evelyn Palla bittet um Geduld, während im ganzen Land umfangreiche Modernisierungsarbeiten laufen. Zwar werden einige Strecken wieder in Betrieb genommen, doch Verspätungen und Sperrungen bleiben flächendeckend ein Problem.
Die heutige Misere der deutschen Bahnen geht auf Kürzungen bei den Investitionen vor 10 bis 15 Jahren zurück. Palla betont, dass eine vollständige Erholung des Netzes etwa ein Jahrzehnt dauern werde. Trotz aller Bemühungen hat die Deutsche Bahn die Zahl der Störungen bisher erst halbieren können.
Besonders betroffen ist etwa die 164 Kilometer lange Eifelstrecke, die teilweise gesperrt bleibt – ebenso wie andere wichtige Verbindungen wie die Strecke Waiblingen–Stuttgart. Die Verbindung Hamburg–Berlin, die seit August unterbrochen ist, soll nun Mitte Juni wiedereröffnet werden, mehrere Wochen später als geplant. Palla pocht weiterhin auf die zügige Umsetzung der groß angelegten Gleissanierungen.
Eine offizielle Gesamtzahl der im Jahr 2023 gesperrten Kilometer gibt es nicht. Zwar wurden einzelne Abschnitte zeitweise stillgelegt, eine bundesweite Statistik wurde jedoch nicht veröffentlicht.
Die Sanierung des Schienennetzes wird sich über Jahre hinziehen, wobei Palla auf gründliche Instandsetzungen besteht. Fahrgäste müssen weiterhin mit Behinderungen rechnen, während die Modernisierungen voranschreiten. Im Mittelpunkt stehen dabei nachhaltige Verbesserungen – und keine kurzfristigen Lösungen.






