Jakutsk verbietet Jurten-Camps für Touristen beim Ysyakh-Festival 2026
Lukas FrankeJakutsk verbietet Jurten-Camps für Touristen beim Ysyakh-Festival 2026
Verwaltung von Jakutsk lehnt Unterbringung von Touristen in traditionellen jakutischen Jurten während des Ysyakh-Tuimaada-Festivals 2026 ab
Die Stadtverwaltung von Jakutsk hat einen Antrag abgelehnt, Touristen während des Ysyakh Tuimaada 2026 in traditionellen jakutischen Jurten unterzubringen. Als Begründung wurde die Nichteinhaltung der Unterbringungsvorschriften im Gebiet Us Khatyng genannt. Das Festival selbst zog 240 Besucher aus ganz Russland und der Republik Sacha (Jakutien) an.
Der Nationale Verband der Gastronomen und Hoteliers hatte beantragt, an der Keskillyiskaya-Straße 17 ein Gästelager (Tyusjulge) für 50 bis 80 Personen einzurichten. Die Verbandsvorsitzende Tatjana Tymyrowa verwies darauf, dass an diesem Standort bereits seit Jahren Jurten aufgestellt worden seien. Dennoch lehnte die Stadtverwaltung den Antrag ab und ließ die bestehende Tyusjulge später abbauen.
Das Reiseunternehmen Erel Travel arbeitete mit dem Verband zusammen, um organisierte Touristengruppen zu betreuen. Die Gäste erlebten die beliebtesten Touristenrouten Jakutiens, traditionelle Teezeremonien und lokale Spezialitäten. Der Verband setzt darauf, veranstaltungsorientierte Touristen anzuziehen, die ihre Reisen selbst finanzieren.
Tymyrowa kritisierte das Bürgermeisteramt für mangelnde Unterstützung bei der Entwicklung des Tourismus in Jakutsk und der gesamten Region. Durch das Verbot, Jurten in Us Khatyng aufzustellen, können Touristen während des Festivals nicht in traditionellen Unterkünften übernachten. Die abgebauten Tyusjulge an der Keskillyiskaya-Straße 17 stehen Besuchern nun ebenfalls nicht mehr zur Verfügung. Zwar bot das Festival weiterhin kulturelle Erlebnisse, doch der Streit unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der lokalen Tourismusplanung.
