Jens Zangenfeind gewinnt Stichwahl um Landratsposten mit 78 Prozent
Amelie KrügerJens Zangenfeind gewinnt Stichwahl um Landratsposten mit 78 Prozent
Jens Zangenfeind von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) hat die Stichwahl um das Amt des Landrats im Landkreis Miesbach mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Er erzielte 78 Prozent der Stimmen und besiegte damit Franz Schnitzenbaumer von der Christlich-Sozialen Union (CSU). Das Ergebnis markiert eine klare Verschiebung der politischen Unterstützung zugunsten der FWG in der Region.
Die Wahl folgte auf die Entscheidung von Olaf von Löwis (CSU), nicht für eine zweite Amtszeit als Landrat zu kandidieren. Von Löwis hatte 2020 Wolfgang Rzehak von den Grünen in diesem Amt abgelöst. Sieben Bewerber traten zunächst an, um seine Nachfolge anzutreten, darunter Zangenfeind und Schnitzenbaumer.
Zangenfeind, ehemaliger Bürgermeister von Hausham, führte bereits die erste Wahlrunde am 8. März mit 45,3 Prozent der Stimmen an. Schnitzenbaumer, der zuvor als Bürgermeister von Schliersee amtierte, folgte mit 22 Prozent. Andere Kandidaten wie die AfD und die Grünen erreichten 7,3 beziehungsweise 12,2 Prozent.
In der Stichwahl am 22. März stieg Zangenfeinds Unterstützung auf 78 Prozent – ein deutlicher Beleg für den wachsenden Einfluss der FWG in Miesbach. Dieser Trend begann bereits 2014 unter Rzehaks Führung, als sich das politische Klima zugunsten der Freien Wähler und zuungunsten traditioneller Parteien wie der CSU zu verändern begann.
Mit seinem Sieg festigt Zangenfeind die FWG als dominierende Kraft in der lokalen Politik Miesbachs. Die Wahlergebnisse spiegeln zudem einen breiteren Wandel in den Wählerpräferenzen wider, bei dem die FWG sowohl die CSU als auch jüngere Parteien überflügelt. Er wird nun für die kommende Amtszeit das Amt des Landrats übernehmen.






