07 May 2026, 06:05

Jungheinrich verliert Finanzvorständin Heike Wulff nach Gewinnrückgang und Wertverlust

Balkendiagramm, das die Unternehmensgewinne vor und nach Steuern vergleicht, mit begleitendem erklärendem Text.

Jungheinrich verliert Finanzvorständin Heike Wulff nach Gewinnrückgang und Wertverlust

Jungheinrich gibt vorzeitigen Abschied von Finanzvorständin Heike Wulff bekannt

Der Intralogistik- und Gabelstaplerhersteller Jungheinrich hat angekündigt, dass seine Finanzvorständin Heike Wulff das Unternehmen früher als geplant verlassen wird. Die Entscheidung fällt nach einem deutlichen Gewinnrückgang und einem spürbaren Wertverlust des Konzerns. Beide Seiten einigten sich darauf, ihren ursprünglich bis Mai 2027 laufenden Vertrag nicht zu verlängern.

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Wulff war Anfang 2026 in den Vorstand von Jungheinrich eingetreten und hatte dort die Position der CFO übernommen. Ihr Abschied erfolgt vor dem Hintergrund eines halbierten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) im ersten Quartal dieses Jahres. Ein langwieriger Streik im Werk Lüneburg sowie ein verschärfter Wettbewerb in der Branche hatten die finanzielle Belastung zusätzlich verstärkt.

Der Hamburger Gabelstaplerhersteller verzeichnete zudem seit Ende 2025 einen Rückgang der Marktkapitalisierung um fast 30 Prozent. Die Bewertung des Unternehmens liegt derzeit bei rund 2,6 Milliarden Euro – deutlich unter früheren Höchstständen.

Übergangsweise übernimmt Vorstandsvorsitzender Lars Brzoska die Leitung des Finanzressorts. Er wird den Bereich bis zur Ernennung einer dauerhaften Nachfolgerin für Wulff verantworten. Die Eigentumsstruktur des Unternehmens bleibt zwischen der Gründerfamilie und öffentlichen Anlegern aufgeteilt: Die beiden Töchter des Firmengründers halten jeweils 27 Prozent der Stimmrechte, während 45 Millionen stimmrechtslose Vorzugsaktien im MDAX gehandelt werden.

Mit Wulffs Ausscheiden steht Jungheinrich vor der Herausforderung, in einer schwierigen Phase eine neue Finanzchefin zu finden. Die schrumpfenden Gewinne und der Wertverlust des Unternehmens spiegeln die anhaltenden Belastungen im Industriesektor wider. Ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin wird sich in den kommenden Monaten sowohl mit betrieblichen Störungen als auch mit wettbewerbsbedingten Risiken auseinandersetzen müssen.

Quelle