Jürgen Grasmück bleibt mit klarer Mehrheit SR-Intendant bis 2027
Jürgen Grasmück ist als Intendant des Saarländischen Rundfunks (SR) wiedergewählt worden, nachdem er im ersten Wahlgang eine deutliche Mehrheit erzielte. Der Amtsinhaber erhielt 22 von 24 Stimmen und sicherte sich damit die Führung bis Anfang 2027. Sein Wahlkampf stand unter den Zeichen von Innovation, regionaler Verankerung und der Zukunftsfähigkeit des Senders.
Auch Peter Dinges, Geschäftsführer der nationalen Filmförderanstalt FFA, hatte sich um das Amt beworben. Er präsentierte sich als Außenstehender mit frischem Blick – nach drei Jahrzehnten in der Film- und Fernsehbranche.
Grasmück begann seine Laufbahn beim SR als freier Mitarbeiter, bevor er zum stellvertretenden Programmdirektor aufstieg. In seiner ersten Amtszeit trieb er Reformen voran, zu denen auch Personalabbau und die Umverteilung von Ressourcen zählten. Sein Wiederwahlprogramm betonte, den SR „innovativ, zukunftssicher und fest in der Region verwurzelt“ zu gestalten.
Dinges, der die FFA seit 2004 in Berlin leitet, stellte seine Kandidatur als persönliches Engagement und nicht als Karriereschritt dar. Er argumentierte, dass seine Erfahrungen außerhalb des öffentlich-rechtlichen Rundfunks neue Impulse in die Position bringen könnten. Im Mittelpunkt seines Wahlkampfs stand das Angebot eines „unverfälschten Blickwinkels von außen“, um den Sender zu modernisieren.
Das Wahlergebnis bestätigt Grasmücks weitere Führung für die kommenden drei Jahre. Seine zweite Amtszeit wird darauf abzielen, die bisherigen Reformen fortzuführen und gleichzeitig die regionale Identität des SR zu bewahren.
Mit seiner Wiederwahl bleibt Grasmück bis 2027 im Amt. Nun steht der Sender vor der Aufgabe, seine Vision eines innovativeren und regional stärker verankerten SR umzusetzen. Dinges hingegen kehrt nach seinem gescheiterten Versuch, die Intendanz zu übernehmen, in seine Position bei der FFA zurück.






