Kubicki will FDP mit frischem Schwung zurück an die Spitze führen
Wolfgang Kubicki, stellvertretender Vorsitzender der FDP, kandidiert auf dem Bundesparteitag Ende Mai für den Parteivorsitz. Seine Bewerbung hat neues Interesse an der Partei geweckt, die zuvor aus dem öffentlichen Blickfeld geraten war. Viele sind nun überzeugt, dass die FDP unter seiner Führung wieder an Bedeutung gewinnen könnte.
Kubickis Anlauf auf die Spitzenposition kommt zu einer Zeit, in der die FDP darum kämpft, in der deutschen Politik relevant zu bleiben. Er hat deutlich gemacht, dass sein Ziel darin besteht, die Umfragewerte der Partei bis zum nächsten Mai deutlich über die Fünf-Prozent-Hürde zu bringen. Bei seinen Auftritten reagieren Anhänger oft begeistert – viele fühlen sich ihm persönlich verbunden.
Anders als in manchen Führungsduellen vermeidet Kubicki einen Konflikt mit seinem Konkurrenten Henning Höne, dem FDP-Landesvorsitzenden in Nordrhein-Westfalen. Statt Höne zu schwächen, betont Kubicki, er wolle ihn stärken. Zudem erwartet er selbst von seinen innerparteilichen Kritikern Unterstützung – mit dem Argument, dass alle dasselbe Ziel verfolgten: die Wiederbelebung der FDP.
Falls gewählt, plant Kubicki, sein öffentliches Image enger mit der Marke der Partei zu verknüpfen. Seine Kandidatur hat bereits die Wahrnehmung verändert: Politische Gegner und Medien deuten an, die FDP könnte endlich auf dem Weg der Besserung sein.
Der Bundesparteitag der FDP Ende Mai wird entscheiden, ob Kubicki den Vorsitz übernimmt. Seine Kampagne hat einer Partei, die fast aus der öffentlichen Debatte verschwunden war, neue Aufmerksamkeit beschert. Ein starkes Ergebnis bei den Umfragen im nächsten Jahr würde für die angeschlagene liberale Partei eine klare Wende bedeuten.






