04 May 2026, 12:06

Saarland startet Milliardenprojekt für klimafreundlichere Stahlproduktion bis 2029

Baustelle mit einem großen Metallrohr, Menschen, hölzernen Gegenständen und Geräten auf dem Boden, Fahrzeugen und einem Gebäude im Hintergrund.

Saarland startet Milliardenprojekt für klimafreundlichere Stahlproduktion bis 2029

Großes Bauprojekt im Saarland: Modernisierung der Stahlproduktion mit geringeren CO₂-Emissionen

Im Saarland hat ein großes Bauvorhaben begonnen, das die Stahlproduktion durch modernere, klimafreundlichere Verfahren revolutionieren soll. Das am 13. Februar 2026 genehmigte Projekt startete bereits zehn Tage später mit den ersten Erdarbeiten. Es ist Teil der übergeordneten Power4Steel-Initiative, die mit einem Volumen von 6 Milliarden Euro bis 2028/29 jährlich 3,3 Millionen Tonnen CO₂-armen Stahl produzieren soll.

Die Sparte Tiefbau von Wolff & Müller zeichnet für die Bauarbeiten verantwortlich und arbeitet dabei eng mit der Heberger GmbH zusammen. Das 270.000 Quadratmeter große Gelände umfasst sieben Bauwerke, für die rund 25.000 Kubikmeter Beton verbaut werden. Um den Transport zu optimieren, könnte zudem eine mobile Mischanlage zum Einsatz kommen.

Die Bauzeit wird voraussichtlich etwa 15 Monate betragen, wobei täglich in zwei Schichten gearbeitet wird. Sieben Turmdrehkrane sind gleichzeitig im Einsatz – ein Zeichen für die Dimensionen des Projekts. Ein zentrales Element ist der sogenannte „Rund-Eindicker“, eine spezielle Anlage zur Wasseraufbereitung. Die Rogesa – ein Gemeinschaftsunternehmen von Dillinger und Saarstahl – wird die neuen Anlagen nutzen, um strengere ökologische Auflagen zu erfüllen.

Besonders herausfordernd ist die Koordination, da die Bauarbeiten auf einem aktiven Werksgelände stattfinden. Langfristig soll der CO₂-Ausstoß der saarländischen Stahlindustrie bis Anfang der 2030er-Jahre um bis zu 55 Prozent gesenkt werden.

Das Projekt markiert einen wichtigen Meilenstein bei der Umstellung der Stahlproduktion in der Region. Nach Fertigstellung werden die modernisierten Anlagen Rogesa dabei unterstützen, nachhaltiger zu wirtschaften. Die erste Phase der CO₂-armen Stahlproduktion soll bis 2028/29 anlaufen.

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