Landtags-Debatte in Dialekt: Schweitzers ungewöhnlicher Plan für Rheinland-Pfalz

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Eine Gruppe von Menschen sitzt in Reihen von Stühlen, mit einem Tisch vor der ersten Reihe, der einen Krug, Papiere und einen Stift enthält. Eine Person in der Mitte spricht in ein Mikrofon, mit einer weißen und blauen Flagge dahinter und einem weißen und blauen Hintergrund, auf dem 'ehrenwerte kamara de' steht.

Schweitzer wünscht sich Landtag-Sitzung im Dialekt - Landtags-Debatte in Dialekt: Schweitzers ungewöhnlicher Plan für Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz’ Ministerpräsident Alexander Schweitzer hat dem Landtag einen ungewöhnlichen Vorschlag unterbreitet: eine vollständige Plenarsitzung ausschließlich in heimischen Dialekten abzuhalten. Damit solle Tradition und kulturelle Verwurzelung auf besondere Weise gewürdigt werden, so Schweitzer.

Schon lange träumt der Regierungschef von einer Landtags-Debatte im Dialekt. Mit zunehmendem Alter – Schweitzer nähert sich den 60ern – ist seine Begeisterung für die Idee weiter gewachsen. Zu Hause in der Südpfalz spreche er ohnehin ganz selbstverständlich Mundart, gibt er offen zu.

Besondere Brisanz erhält der Vorstoß angesichts des bevorstehenden 80. Jubiläums des Bundeslandes im nächsten Jahr. Für Schweitzer sind Dialekte weit mehr als nur Worte – sie tragen Geschichte und Identität in sich. Gleichzeitig betont er, dass es sich um eine ernsthafte Sitzung handeln solle, keine bloße Folklore-Veranstaltung. Sein Plan stößt auf Neugier, ein konkretes Datum steht jedoch noch nicht fest. Der Ministerpräsident hofft, damit das Bewusstsein für die regionale Sprachkultur zu stärken, ohne dass die inhaltliche Tiefe und der Respekt in den Debatten darunter leiden.

Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, wäre es eine Premiere für den Landtag von Rheinland-Pfalz. Schweitzer will damit das lokale Erbe feiern, ohne die Veranstaltung zur reinen Unterhaltung verkommen zu lassen. Das Ergebnis könnte Schule machen für den Umgang mit Regionalsprachen in offiziellen Gremien.