10 May 2026, 14:09

"Lange Nacht der Museen" in Halle und Leipzig endet im Verkehrschaos

Detailiertes altes Stadtplan von Leipzig, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, begleitet von Text über Bevölkerung, Straßen und bekannte Orte.

"Lange Nacht der Museen" in Halle und Leipzig endet im Verkehrschaos

Gemeinsame „Lange Nacht der Museen“ in Halle und Leipzig lockt Tausende – doch der Rückweg wird zum Chaos

Die diesjährige gemeinsame „Lange Nacht der Museen“ in Halle und Leipzig zog mit einem dichten Programm Tausende Besucher in ihren Bann. Die Häuser in beiden Städten hatten bis spät in die Nacht geöffnet und boten Kunst, Geschichte und Musik für alle Altersgruppen. Doch der Erfolg des Events führte für viele auf dem Heimweg zu transporttechnischem Chaos.

Bis Mitternacht verlief der Abend reibungslos – dann begannen die Besucher, Leipzig zu verlassen. Der S5-Zug in Richtung Halle-Trotha war bereits beim Abfahren am Leipziger Hauptbahnhof hoffnungslos überfüllt. Dutzende Reisende blieben auf dem Bahnsteig zurück, als sich die Türen schlossen.

Die nächste S-Bahn nach Halle sollte erst in über einer Stunde fahren. Verschärft wurde die Situation dadurch, dass die geplante S3-Verbindung bereits früher ausgefallen war – die S5 blieb damit als einzige Option. Ohne Alternative drängten sich enttäuschte Besucher in den nächsten Zug, der ebenfalls schnell an seine Kapazitätsgrenzen stieß.

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Noch am frühen Abend hatten die Gäste freien Eintritt in Häuser wie das Grassimuseum für Angewandte Kunst, das Bach-Museum oder das Museum der bildenden Künste in Leipzig genossen. In Halle zählten das Händel-Haus, das Kunstmuseum Moritzburg und das Landesmuseum für Vorgeschichte zu den Highlights. Das Ticket für die Museumsnacht galt zudem für unbegrenzte Fahrten mit Bussen, Straßenbahnen und S-Bahnen – was die nächtlichen Verspätungen jedoch kaum milderte.

Das Event selbst war ein voller Erfolg: Vor Ausstellungen und Aufführungen bildeten sich den ganzen Abend über lange Schlangen. Doch der mangelnde Nahverkehr ließ viele Besucher weit nach Mitternacht stranden. Die Organisatoren könnten für künftige Auflagen eine Überprüfung der Zugfahrpläne in Betracht ziehen, um eine Wiederholung des Gedränges zu vermeiden.

Quelle