Leipzigs S-Bahn-Netz wächst: Mehr Verbindungen ab 2026 für entspanntere Fahrten
Amelie WeberLeipzigs S-Bahn-Netz wächst: Mehr Verbindungen ab 2026 für entspanntere Fahrten
Leipziger Nahverkehr steht vor großem Ausbau: ZVNL beschließt zusätzliche S-Bahn-Verbindungen
Das Nahverkehrsnetz in der Region Leipzig wird in den kommenden Jahren deutlich ausgebaut. Die Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) hat zusätzliche S-Bahn-Verbindungen genehmigt, die ab dem Fahrplanzeitraum 2027–2030 schrittweise eingeführt werden. Ziel der Maßnahmen ist es, die Kapazitäten zu erhöhen und die Überlastung auf stark frequentierten Strecken zu verringern.
Die ZVNL-Versammlung gab grünes Licht für eine Reihe von Serviceerweiterungen, die durch nicht genutzte Mittel aus gestrichenen Bauprojekten der DB InfraGO AG finanziert werden. Zu den wichtigsten Änderungen gehört die Verlängerung der S2-Linie ab Dezember 2026 über Leipzig-Connewitz hinaus bis Markkleeberg-Gaschwitz. Auf der S1 werden vier zusätzliche Rundfahrten zwischen Leipzig Miltitzer Allee und Leipzig-Stötteritz eingeführt. Die S4 erhält eine weitere Verbindung auf der Strecke Torgau–City-Tunnel Leipzig–Wurzen.
Darüber hinaus wird die S4 zwei verlängerte Rundfahrten von Taucha nach Torgau anbieten, dazu kommen sechs zusätzliche Wochentagsverbindungen und drei Wochenendfahrten zwischen Torgau und Falkenberg. Für die S5 wurde ein neuer Zug zwischen Leipzig-Connewitz und Halle (Saale) beschlossen, während die S3 zwei zusätzliche Rundfahrten zwischen Halle und Borna erhält. Die Erweiterungen sind Teil des umfassenden Aktionsplans der ZVNL, der auch weitere Infrastrukturprojekte vorsieht.
Prognosen von DB Regio und dem Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) zufolge könnten die zusätzlichen Verbindungen die Fahrgastzahlen in den Stoßzeiten bis Dezember 2030 um bis zu 20 Prozent steigern. Die durchschnittliche Auslastung der Züge soll dann netzweit zwischen 75 und 85 Prozent liegen.
Die genehmigten Änderungen werden schrittweise ab Ende 2026 umgesetzt und bis 2030 vollständig eingeführt. Durch höhere Taktdichten und verlängerte Strecken soll der wachsenden Nachfrage in der Region Leipzig Rechnung getragen werden. Die Verantwortlichen erwarten dadurch weniger Überlastung und eine verbesserte Pünktlichkeit im erweiterten Fahrplanangebot.






