Leroy Sané bleibt trotz WM-Quali-Heldenrolle eine polarisierende Nationalelf-Figur
Lukas FrankeLeroy Sané bleibt trotz WM-Quali-Heldenrolle eine polarisierende Nationalelf-Figur
Die deutsche Nationalmannschaft ist seit Leroy Sanés Berufung im vergangenen Jahr in eine ungewöhnlich hitzige Debatte über seine Rolle verstrickt. Der Flügelstürmer bleibt eine polarisierende Figur – trotz seiner Leistungen auf dem Platz. Kritiker und Unterstützer streiten weiterhin über seinen Platz im Kader.
Sané spielte im November eine Schlüsselrolle bei der Qualifikation für die Weltmeisterschaft: Im entscheidenden Spiel gegen die Slowakei erzielte er zwei Tore und bereitete ein weiteres vor. Doch seine Auftritte in der türkischen Liga und der Vorwurf mangelnder Konstanz schüren weiterhin Zweifel an seiner Eignung für die Nationalelf.
Selbst nach dem 7:1-Sieg gegen Curaçao hoben manche Beobachter erneut Sanés vermeintliche Schwächen hervor. Ex-Kapitän İlkay Gündoğan warnte, dass anhaltende Kritik einen kreativen Spieler wie ihn hemmen könne. Aktueller Kapitän Joshua Kimmich und Bundestrainer Julian Nagelsmann verteidigten Sané öffentlich und betonten seine Laufbereitschaft und defensiven Beiträge.
Teamkollegen halten sich weitgehend aus der Diskussion heraus. Jamie Leweling, ein direkter Konkurrent um Sanés Position, lehnte es ab, ihn auf Nachfrage zu kritisieren. Nadiem Amiri hingegen stand der Presse Rede und Antwort – ohne jedoch auf die Konkurrenz durch einen anderen Mannschaftskameraden, Jamal Musiala, einzugehen.
Die kritische Auseinandersetzung mit Sané ebbt nicht ab. Zwar war er in der Vergangenheit für die Nationalmannschaft oft entscheidend, doch die Debatte um seine Nominierung bleibt ungewöhnlich scharf. Während die Teamführung weiterhin hinter ihm steht, hält die öffentliche und mediale Kritik an.
