Linke distanziert sich von antisemitischen und stalinistischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation
Lukas FrankeLinke distanziert sich von antisemitischen und stalinistischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation
Die Führung der Linken hat sich von umstrittenen Äußerungen von Mitgliedern ihres Jugendverbandes, der Linksjugend [’solid], distanziert. Wie der Bayerische Rundfunk berichtete, hatten Funktionäre der Gruppe Stalin, den ehemaligen DDR-Staat, gelobt und antisemitische Kommentare über Israel abgegeben.
Laut dem Bericht sprachen Mitglieder der Linksjugend [’solid] im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg von „israelischen Konzentrationslagern“ und einem „israelischen Völkermord im Namen des Judentums“. Zudem äußerten sie sich positiv über den Stalinismus und das ehemalige DDR-Regime. Der Jugendverband distanzierte sich daraufhin von den Vorfällen und lehnte die DDR sowie ähnliche Systeme ausdrücklich ab.
Die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner verurteilte die Aussagen auf das Schärfste. Die Berliner Landesvorsitzenden der Linken, Kerstin Wolter und Maximilian Schirmer, forderten umgehende Konsequenzen gegen die Verantwortlichen. Der Fraktionsvorsitzende in Thüringen, Christian Schaft, verlangte eine klare Verurteilung auf dem Bundesparteitag. Auch mehrere Landespolitiker der Linken zeigten sich empört.
Die Linke ermittelt nun zu den Vorwürfen und drängt auf Konsequenzen. Die Parteiführung betonte, dass solche Äußerungen nicht den Werten der Partei entsprechen. Auch die Linksjugend [’solid] hat Schritte unternommen, um sich von den umstrittenen Aussagen zu distanzieren.






