Litauens neue Migrationschefin will Betrug mit schärferen Sprachtests stoppen
Amelie KrügerLitauens neue Migrationschefin will Betrug mit schärferen Sprachtests stoppen
Indre Gasper hat die Leitung der litauischen Migrationsbehörde übernommen. Sie setzt sich für strengere Regeln ein, um Missbrauch im Einwanderungssystem des Landes zu bekämpfen. Zu ihren Vorschlägen gehören schärfere Sprachprüfungen und eine engere Überwachung der Aktivitäten von Migrantinnen und Migranten.
Gaspers oberstes Ziel ist die Verhinderung von Betrug in Migrationsverfahren. Sie verwies auf Fälle, in denen Ausländer Schlupflöcher ausnutzen – etwa durch Vollzeitarbeit während eines Studiums oder durch Scheinehen. Solche Praktiken untergraben ihrer Meinung nach die Glaubwürdigkeit der litauischen Einwanderungskontrollen.
Die neuen Maßnahmen zielen nicht auf eine Reduzierung der Migrationszahlen ab, sondern auf eine bessere Aufsicht. Ein zentraler Vorschlag ist die Forderung nach Sprachkenntnissen auf A1-Niveau für Ausländer, insbesondere in der Dienstleistungsbranche. Gasper ist überzeugt, dass dies die Integration erleichtert und gleichzeitig Betrugsmöglichkeiten verringert.
Sie betonte auch die Bedeutung stärkerer Integrationspolitik. Eine bessere Anpassung der Migrantinnen und Migranten an die litauische Gesellschaft, so Gasper, komme sowohl den Neuankömmlingen als auch dem Land insgesamt zugute.
Die geplanten Änderungen konzentrieren sich auf Sprachvorgaben und eine strengere Durchsetzung der Regeln. Bei Umsetzung sollen sie Lücken im aktuellen System schließen und eine reibungslosere Integration fördern. Gaspers Pläne deuten auf einen Wandel hin – zu einer kontrollierteren, aber weiterhin offenen Migrationspolitik.






