06 May 2026, 06:50

Marco Rubio: Vom Trump-Rivalen zum mächtigsten Mann im Weißen Haus

Ein Plakat einer Karte der USA mit den Ergebnissen der Präsidentschaftswahl 2012, farblich unterteilt nach Bundesstaaten und mit Text zu den Ergebnissen.

Marco Rubio: Vom Trump-Rivalen zum mächtigsten Mann im Weißen Haus

Marco Rubio, der 54-jährige ehemalige Senator aus Florida, hat sich zu einer Schlüsselfigur in der zweiten Amtszeit von Donald Trump entwickelt. Einst sein Rivale im Präsidentschaftswahlkampf 2016, bekleidet er nun gleich drei zentrale Positionen: Er ist Außenminister, Nationaler Sicherheitsberater und Direktor des US-Nationalarchivs. Sein Einfluss wächst, während er Diplomatie mit Trumps aggressiverer Haltung in der Weltpolitik in Einklang bringt.

Rubio kandidierte 2016 erstmals für das Präsidentenamt, unterlag jedoch deutlich Trumps Wahlkampfmaschinerie. Trotz dieser Niederlage baute er später ein neues Verhältnis zum damaligen Präsidenten auf. Anders als manche Kollegen gewann er Trumps Vertrauen, ohne sich mit Schmeicheleien hervorzutun – ein Unterschied zu Figuren wie Lindsey Graham.

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Mittlerweile gilt Rubio als Trumps „Aufräumer“, der Kontroversen glättet und Spannungen mit Verbündeten entschärft. Während der Präsident etwa mit Militärschlägen gegen Venezuela oder Grönland droht, vertritt Rubio eine zurückhaltendere Linie. Kürzlich betonte er, die USA planten keine Invasion Grönlands, zeigten aber weiterhin Interesse an einem Kauf der Insel.

Seine Fähigkeit, sich in Trumps Administration zu behaupten, hat seinen Ruf gestärkt. Viele sehen in ihm eine der wenigen rationalen Stimmen im Weißen Haus. Diese Position macht ihn auch zu einem möglichen Kandidaten für die Präsidentschaftswahl 2028 – auf Prognosemärkten wie Polymarket wird er bereits mit dritthöchsten Quoten gehandelt.

Mit seinen aktuellen Ämtern übt Rubio erheblichen Einfluss auf die US-Außenpolitik und nationale Sicherheit aus. Sein Balanceakt – Trump zu unterstützen, ohne seine politische Eigenständigkeit aufzugeben – könnte seine zukünftigen Ambitionen prägen. Vorerst konzentriert er sich darauf, Trumps provokative Äußerungen abzumildern und gleichzeitig diplomatische Kanäle offen zu halten.

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