Marzahn Pride 2023: "Sichtbarkeit ist Widerstand" – ein Fest mit politischem Anspruch
Greta WolfMarzahn Pride 2023: "Sichtbarkeit ist Widerstand" – ein Fest mit politischem Anspruch
Marzahn Pride findet in diesem Jahr unter dem Motto „Sichtbarkeit ist Widerstand“ statt
In diesem Jahr steht der Marzahn Pride ganz im Zeichen von Sichtbarkeit und Widerstand. Die Veranstaltung rückt die Herausforderungen queerer Geflüchteter und Migrant:innen im Bezirk in den Fokus. Die Organisator:innen haben für 2023 das Motto „Sichtbarkeit ist Widerstand“ gewählt.
Der Umzug beginnt um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten. Eröffnet wird die Veranstaltung mit Reden von Vanessa Krah, der Queer-Beauftragten des Bezirks, und Gordon Lemm. Im Anschluss an die Demonstration startet um 14:30 Uhr ein Nachbarschaftsfest mit Konzerten, DJs und Streetfood.
Marzahn ist mit seiner großen Bevölkerung mit Migrationshintergrund ein zentraler Ort für diese Veranstaltung. Quarteera e.V., der ausrichtende Verein, setzt sich für queere Menschen aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus ein. Im vergangenen Jahr war der Umzug mit Drohungen der rechtsextremen Gruppe Deutsche Jugend Voran konfrontiert.
Obwohl es in diesem Jahr bisher keine bestätigten rechtsextremen Mobilisierungen gegen den Marzahn Pride gibt, mahnt Krah zur Vorsicht. 2023 wurden fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland von extremistischen Gruppen angegriffen, gestört oder durch Einschüchterungsversuche belästigt.
Der Marzahn Pride will Bewusstsein schaffen und die Solidarität innerhalb queerer Communities stärken. Die Veranstaltung findet in einer festlichen Atmosphäre statt, bleibt aber wachsam gegenüber möglichen Bedrohungen. Die Organisator:innen hoffen, einen sicheren Raum für Feiern und Engagement zu schaffen.






