Merz drängt auf bessere Bahnverbindungen zwischen Deutschland und Osteuropa
Lukas FrankeMerz drängt auf bessere Bahnverbindungen zwischen Deutschland und Osteuropa
Bundeskanzler Friedrich Merz fordert einen Ausbau der Schienenverbindungen zwischen Deutschland und Osteuropa. Der Vorstoß kommt nach Jahren nur zögerlicher Fortschritte – die bestehenden Strecken nach Polen und Tschechien sind weiterhin mit Problemen belastet.
Polnische und tschechische Vertreter haben das Thema bereits mit Merz erörtert, der bessere Bahnverbindungen mittlerweile als strategische Priorität für Deutschland bezeichnet. In den vergangenen fünf Jahren hat die Bundesinfrastrukturpolitik kaum Fortschritte bei der Verbesserung der Strecken nach Polen erzielt. Zwar verkehren Züge von Berlin aus weiterhin im Zweistundentakt, doch kommt es immer wieder zu Verspätungen und Ausfällen wegen Bauarbeiten der Deutschen Bahn. Viele Verbindungen enden inzwischen am Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen statt am Hauptbahnhof oder Ostbahnhof – für Fahrgäste bedeutet das längere Reisezeiten und Umstände.
Erst diese Woche traf Kanzler Olaf Scholz mit den Ministerpräsidenten der ostdeutschen Bundesländer zusammen, um über die wirtschaftliche Entwicklung der Region zu beraten. Im Mittelpunkt standen dabei auch die seit Langem kritisierten Verkehrsanbindungen, darunter die Schienenverbindungen in die Nachbarländer. Nach den Gesprächen kündigte Merz an, dass sich das Kabinett in den kommenden Sitzungen erneut mit der Thematik befassen werde.
Sowohl Polen als auch Tschechien haben offiziell eine Verbesserung der Bahnverbindungen mit Deutschland beantragt. Merz betonte daraufhin die Notwendigkeit schnellerer und zuverlässigerer Strecken und argumentierte, dass stärkere Verkehrsverbindungen Handel, Tourismus und die politische Zusammenarbeit fördern würden.
Die Bundesregierung steht nun unter Druck, die Lücken im grenzüberschreitenden Schienenverkehr zu schließen. In den anstehenden Kabinettssitzungen sollen Finanzierung und Bauzeitpläne für neue Projekte geprüft werden. Von möglichen Verbesserungen wären Millionen von Fahrgästen und Unternehmen abhängig, die diese Strecken jährlich nutzen.






