Merz schließt Steuersenkungen aus – doch Entlastungen kommen 2026
Bundeskanzler Friedrich Merz hat Steuersenkungen unter der aktuellen Regierung ausgeschlossen. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Steuerpolitik der Koalition zunehmend von den ursprünglichen Vereinbarungen abweicht. Die neuen Maßnahmen sehen dauerhafte Entlastungen für Unternehmen und Haushalte vor, die ab 2026 schrittweise eingeführt werden sollen.
Merz betonte zudem, dass wichtige Entscheidungen zwischen Ostern und der Sommerpause finalisiert werden müssten. Er warnte, dass der Gesetzgebungsprozess in der zweiten Hälfte einer Legislaturperiode oft an Fahrt verliert, und drängte daher auf zügiges Handeln.
Die aktuellen Steuerpläne der Regierung gehen über die ursprünglichen Koalitionsvereinbarungen hinaus. Ab dem 1. Januar 2026 steigt die Pendlerpauschale dauerhaft auf 38 Cent pro Kilometer. Der Mehrwertsteuersatz für Restaurantmahlzeiten wird auf 7 Prozent gesenkt, während Unternehmen zwischen Juli 2025 und Januar 2028 eine degressive Abschreibung von 30 Prozent auf Investitionen in Ausrüstungen geltend machen können. Für 2028 sind zudem Senkungen der Unternehmenssteuern vorgesehen, begleitet von Energiekostenerleichterungen in Höhe von über 10 Milliarden Euro jährlich ab 2026.
Zu den ursprünglichen Plänen hinzugekommen ist ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität. Merz hatte sich zwar zuvor zu steuerpolitischen Maßnahmen bekannt – allerdings nur unter der Bedingung, dass diese Entlastungen und keine zusätzlichen Belastungen mit sich bringen.
Der Kanzler wartet nun auf Vorschläge des Finanzministers zu Steuerentlastungen für bestimmte Einkommensgruppen. Er deutete an, dass Anpassungen bei den Sozialabgaben diese Gruppen weiter entlasten könnten. Gleichzeitig mahnte er, dass die Zeit für substanzielle Änderungen knapp wird, bevor der Schwung der Legislaturperiode nachlässt.
Die Steuerpolitik der Koalition hat sich seit dem ersten Entwurf deutlich ausgeweitet. Unternehmen und Steuerzahler können ab 2026 mit dauerhaften Entlastungsmaßnahmen rechnen, während Steuersenkungen für Unternehmen und Energiesubventionen später folgen sollen. Merz machte deutlich, dass das Zeitfenster für grundlegende Entscheidungen nach der Sommerpause schließt.






