09 June 2026, 12:35

Mexiko-Stadt startet umstrittene Transparenzplattform für WM-Ausgaben von 23 Milliarden Pesos

In World Cup Works, They See Fragmented Transparency

Mexiko-Stadt startet umstrittene Transparenzplattform für WM-Ausgaben von 23 Milliarden Pesos

Die Regierung von Mexiko-Stadt hat am 1. Juni eine Transparenzplattform gestartet, um die Ausgaben für die Fußball-Weltmeisterschaft nachzuverfolgen. Das Tool soll Angaben zu über 2.000 Projekten im Wert von 23,122 Milliarden Pesos (rund 1,17 Milliarden US-Dollar) liefern. Doch Experten äußern bereits Zweifel an dessen Wirksamkeit und Vollständigkeit.

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Bürgermeisterin Clara Brugada präsentierte die Plattform als Instrument für Bürger, um abgeschlossene und laufende WM-Projekte einzusehen. Sie bezeichnete sie als Schritt hin zu mehr Offenheit bei öffentlichen Ausgaben.

Kritiker hingegen halten die Plattform für unzureichend. Eduardo Bohórquez, Direktor von Transparency International Mexiko, nannte sie unvollständig und kulturell irrelevant. Er monierte fehlende Executive-Pläne, Verträge sowie korrekt aufbereitete Daten.

Juan Manuel Casanueva, Leiter der Organisation SocialTIC, ergänzte, dass detaillierte Informationen zu öffentlichen Ausschreibungen fehlen. Die Sozialwissenschaftlerin Jacqueline Peschard bezeichnete die Transparenz als fragmentarisch, ohne nachvollziehbare Begründung für Ausgabenentscheidungen.

María del Carmen Nava, ehemalige Bürgerkommissarin, unterstrich diese Bedenken. Die Plattform erfülle nicht die Standards proaktiver Transparenz und lasse zentrale Fragen unbeantwortet.

Aktuell umfasst die Plattform 2.000 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 23,122 Milliarden Pesos. Trotz des Starts betonen Experten, dass wesentliche Details fehlen – darunter Verträge und Vergabedokumente. Ohne diese bleibt eine lückenlose Rechenschaftslegung der WM-Ausgaben ungewiss.

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