Mike Amiris Paris-Debüt: Filmreife Coolness trifft auf urbanen Stilwandel
Amelie KrügerMike Amiris Paris-Debüt: Filmreife Coolness trifft auf urbanen Stilwandel
Designer Mike Amiri präsentierte in Paris seine neueste Kollektion – inspiriert vom rauen Charme Los Angeles’ statt von der üblichen sonnenverwöhnten Nostalgie. Die Show markierte einen kühnen Stilwandel, bei dem präzises Schneidern und gewagte Muster im Mittelpunkt standen. Seine Eltern, iranische Einwanderer, besuchten erstmals die Paris Fashion Week, um die Vorstellung live mitzuerleben.
Die Kollektion eröffnete mit einem schicken anthrazitfarbenen Anzug – eine Hommage an den Film American Gigolo von 1980. Amiris Entwürfe erinnerten zudem an Ryan Goslings Figur in Drive und verbanden filmreife Coolness mit urbaner Schärfe. Hosen mit Pythonschlangenmuster, Zebra-Strickpullis und seidene Hemden, die bis zum Bauchnabel offen getragen wurden, zeigten seine typische Vorliebe für mutige, sinnliche Styling-Elemente.
In dieser Saison verzichtete er auf lässig fallende Jacken und setzte stattdessen auf strukturierte Schultern und hochtaillierte Hosen. Schillernde Stoffe verleihen der Kollektion einen glänzenden Akzent. Zudem feierte seine erste Schmuckkollektion Premiere – ein weiterer Schritt in der Erweiterung seines Markenportfolios.
Amiris Vater, eine prägende Figur für seine Arbeit, war sichtbar gerührt von der Präsentation. Noch nie hatte er die Kreationen seines Sohnes live gesehen. Die Regel des Designers – Hemden stets einen Knopf weiter offen zu tragen – unterstrich seinen Anspruch auf ein selbstbewusstes, verführerisches Ästhetikverständnis.
Die Kollektion spiegelte Amiris sich weiterentwickelnde Vision wider, die filmische Inspirationen mit hochwertigem Schneidern verbindet. Die Anwesenheit seiner Eltern verlieh dem Paris-Debüt eine persönliche Note. Die neue Schmucklinie und die auffälligen Stoffe deuteten auf frische Wege für das Label hin.
