Moldau auf dem EU-Kurs: Beitrittsverhandlungen gewinnen an Fahrt
Die Republik Moldau rückt näher an die Europäische Union heran. Nach Jahren der Annäherung betont die EU nun ihren Willen, die Beitrittsverhandlungen zu beschleunigen – insbesondere vor dem Hintergrund politischer Veränderungen in der Region.
Die jüngsten Parlamentswahlen und Reformfortschritte des Landes geben dabei neuen Schwung für den Prozess. Bei den letzten Wahlen sicherte sich die regierende Partei für Aktion und Solidarität (PAS) eine deutliche Mehrheit. Mit 50,03 Prozent der Stimmen dominiert sie das 101 Sitze zählende Parlament und schafft damit stabile politische Rahmenbedingungen. Die bisherige prorussische Regierung hat in den vergangenen Monaten gezielt EU-Standards umgesetzt, was die Verhandlungen vorantreibt.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas zeigt sich optimistisch. Sie sieht nicht nur in den moldauischen Reformen, sondern auch in politischen Verschiebungen innerhalb der EU-Mitgliedsländer eine Chance für rasche Fortschritte. Besonders betont sie, dass die abtrünnige Region Transnistrien den Beitrittsprozess nicht blockieren werde. Dennoch steht ein festes Datum für den offiziellen Start der Beitrittsverhandlungen noch aus.
Präsidentin Maia Sandu hat ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis 2028 soll der EU-Beitrittsvertrag unterzeichnet werden. Die EU ihrerseits drängt auf eine Beschleunigung der Verhandlungen, nachdem die Republik Moldau messbare Fortschritte bei den notwendigen Reformen vorweisen kann. Mit klaren politischen Mehrheiten und konkreten Reformschritten gewinnt die Republik Moldau an Dynamik auf dem Weg in die EU. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die angestrebte Beschleunigung der Verhandlungen tatsächlich umgesetzt wird.
Sollte der Zeitplan halten, könnte das Land bereits in wenigen Jahren offiziell Mitglied der Union werden – ein historischer Schritt für die Region.






