Nationalrat will mehr Transparenz bei der Qualität von Leitungswasser durchsetzen
Greta WolfNationalrat will mehr Transparenz bei der Qualität von Leitungswasser durchsetzen
Schweizer Parlamentarier haben einen Schritt unternommen, um die Transparenz bei der Qualität von Leitungswasser zu verbessern. Der Nationalrat stimmte mit 122 zu 56 Stimmen für einen Vorstoß, der klarere Verbraucherinformationen fordert. Die von Sophie Michaud Gigon von den Grünen eingebrachte Initiative zielt darauf ab, dass Wasserversorger mehr Details über die Herkunft des Wassers und die Aufbereitungsverfahren offenlegen.
Der Vorstoß folgt auf Bedenken wegen der geringen Einhaltung bestehender Vorschriften. Eine Studie aus dem Jahr 2024 zeigte, dass nur zehn Prozent der Wasserversorger ihre Meldepflichten vollständig erfüllten. Innenministerin Élisabeth Baume-Schneider bestätigte, dass viele Anbieter die gesetzlich vorgeschriebenen Informationen nicht bereitgestellt hätten.
Michaud Gigon argumentierte, dass eine größere Transparenz das Vertrauen der Bevölkerung in Leitungswasser stärken würde. Sie betonte, dass die Versorger ihre rechtlichen Pflichten verstehen müssten. Der Bundesrat unterstützt die Initiative und erklärte, dass ein besserer Zugang zu Daten den Verbrauchern zugutekäme.
Widerspruch kam von Katja Riem (SVP), die behauptete, viele Versorger würden bereits ausreichend Informationen liefern. Trotz dieser Einwände nahm der Nationalrat den Vorstoß an. Als nächster Schritt ist die Zustimmung des Ständerats erforderlich, bevor Änderungen in Kraft treten können.
Falls die neuen Regeln verabschiedet werden, müssten die Versorger konkrete Angaben zu Aufbereitungsmethoden, Wasserhärte und allgemeiner Qualität veröffentlichen.
Der Vorstoß geht nun zur endgültigen Beratung an den Ständerat. Bei einer Annahme erhalten Verbraucher Zugang zu detaillierteren Berichten über ihr Leitungswasser. Zudem drohen den Versorgern strengere Kontrollen bei der Einhaltung der bestehenden Offenlegungspflichten.






