NATO unter Druck: USA fordern mehr Geld und europäische Führungsrolle in der Sicherheitspolitik
Amelie WeberNATO unter Druck: USA fordern mehr Geld und europäische Führungsrolle in der Sicherheitspolitik
Die NATO-Mitglieder stehen unter wachsendem Druck, ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen. Im Jahr 2021 verzeichnete das Bündnis einen Anstieg um 90 Milliarden Euro – ein Zuwachs von fast 20 Prozent. Nun fordert der US-Kriegsminister Pete Hegseth schnellere und unumkehrbare Schritte hin zu einer europäischen Führungsrolle in der Sicherheitspolitik.
Hegseth prägte den Begriff „NATO 3.0“, um seine Vision eines stärkeren Bündnisses zu beschreiben. Gleichzeitig warf er einigen namentlich nicht genannten Mitgliedern vor, sich als „Trittbrettfahrer“ zu verhalten, da sie nicht ausreichend beitrügen. Das aktuelle Ziel für die Verteidigungsausgaben liegt bei 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), wobei 3,5 Prozent für die Kernverteidigung und 1,5 Prozent für zugehörige Infrastruktur vorgesehen sind.
NATO-Generalsekretär Mark Rutte verwies auf den jüngsten Ausgabenanstieg im gesamten Bündnis. Dennoch hat die USA ihre Verpflichtungen für die „Hochbereitschaftstruppe“ der NATO, das NATO Force Model, reduziert. Hegseth drängt darauf, dass die Organisation unverzüglich eine führende Rolle in der europäischen Sicherheit übernimmt.
Bereits in einem einzigen Jahr hat das Bündnis seine Ausgaben um 90 Milliarden Euro gesteigert. Nun müssen die Mitglieder das 2-Prozent-Ziel des BIP erfüllen, um Bedenken hinsichtlich ungleicher Beiträge auszuräumen. Hegseths Initiative für eine „NATO 3.0“ deutet auf einen Wandel hin, wie das Bündnis künftig agieren könnte.






