Neue Führung für die Viszeralchirurgie in Halle nach bahnbrechender Fusion
Amelie WeberNeue Führung für die Viszeralchirurgie in Halle nach bahnbrechender Fusion
Großer Führungswechsel in den chirurgischen Abteilungen Halles
An den chirurgischen Kliniken in Halle hat ein bedeutender Wechsel an der Spitze stattgefunden: PD Dr. Daniel Schubert übernimmt nun die Leitung der zusammengeführten Abteilung für Viszeralchirurgie an den Standorten St. Elisabeth, St. Barbara und Martha-Maria. Die Fusion ist die erste ihrer Art im Rahmen der laufenden Krankenhauskonsolidierung in der Region und vereint erstmals mehrere Standorte unter einer gemeinsamen Führung.
Der Übergang folgt auf eine jahrezehntelange Wachstumsphase unter Dr. Uwe Rose, der die Abteilung seit 2011 geprägt hat. Zu seinen Verdiensten zählen der Ausbau der robotergestützten Chirurgie sowie die Etablierung zentraler Behandlungszentren in Sachsen-Anhalt.
Rose hatte 2011 die Leitung der Allgemein- und Viszeralchirurgie übernommen und später die Gefäßchirurgie integriert sowie die onkologische Versorgung erweitert. Unter seiner Ägide wuchs das Darmkrebszentrum, und die robotergestützte Chirurgie wurde am Martha-Maria-Krankenhaus Halle-Dölau zum Standard. Die Einrichtung gehörte zu den ersten in Sachsen-Anhalt, die robotergestützte Techniken in mehreren Disziplinen einsetzten.
Bis 2023 hatte das Robotic Surgery Center seine Kapazitäten ausgebaut und zusätzliche da-Vinci-Xi-Systeme angeschafft. Die Zahl der jährlichen Eingriffe stieg von etwa 100 auf über 400 im Jahr 2025 – ein Fortschritt für minimalinvasive Behandlungen bei kolorektalen und oberen gastrointestinalen Tumoren. Rose bleibt bis zu seinem Ruhestand als Leiter des Robotik-Zentrums aktiv.
PD Dr. Daniel Schubert verantwortet nun die neu fusionierte Abteilung, die sich über mehrere Krankenhausstandorte erstreckt. Ziel der Zusammenlegung ist es, die interdisziplinäre Viszeralmedizin in Halle und im gesamten Land zu stärken. Der Ärztliche Direktor, Dr. Tim-Ole Petersen, betonte bei der Übergabe die Zukunftsfähigkeit dieses Ansatzes.
Der Krankenhausgeschäftsführer Jan Jakobitz würdigte die Leistungen beider Mediziner. Die Abteilung, eine der größten viszeralchirurgischen Einheiten in Mitteldeutschland, wird unter Schuberts Führung weiterhin moderne Operationstechniken vorantreiben.
Die Fusion weist den chirurgischen Einrichtungen in Halle eine neue Richtung. Robotergestützte und minimalinvasive Eingriffe bleiben zentraler Bestandteil der Arbeit. Mit erweiterter Infrastruktur und einem vereinten Team wollen die Krankenhäuser ihre Position als regionaler Vorreiter in der hochspezialisierten Chirurgie festigen.