"Neue Generation" startet Bürgerparlamente für mehr Mitbestimmung in der Politik
Amelie Weber"Neue Generation" startet Bürgerparlamente für mehr Mitbestimmung in der Politik
Aktivistengruppe "Neue Generation" startet "Bürgerparlamente" für mehr Mitbestimmung
Die neue Aktivistengruppe Neue Generation hat damit begonnen, lokale "Bürgerparlamente" zu organisieren, um gesellschaftliche Probleme anzugehen. Bei ihrer ersten Veranstaltung in Halle stand die Bildungsfinanzierung im Mittelpunkt – die Teilnehmer forderten mehr Investitionen statt Kürzungen. Die Bewegung, die an die inzwischen aufgelöste Letzte Generation anknüpft, plant, ihr Modell im kommenden Jahr bundesweit auszuweiten.
Fünfzehn zufällig ausgewählte Einwohner zwischen einem und 66 Jahren trafen sich in Halle, um über die Zukunft der Bildung vor Ort zu diskutieren. Die Gruppe schlug vor, Mittel aus den Haushalten für Infrastruktur und Klimaschutz umzuschichten – zugunsten der Schulen. Ihre zentrale Forderung: Die Bildungsausgaben müssen steigen, statt dass weiter gespart wird.
Erster Erfolg der Initiative war ein Treffen mit Katharina Brederlow, der Bildungsdezernentin der Stadt Halle, die sich mit den Vorschlägen der Gruppe befasste. Die Neue Generation wertet dies als Bestätigung für ihren partizipativen Ansatz.
Als nächsten Schritt plant die Gruppe vom 17. bis 19. April 2026 ein bundesweites, digitales "Offenes Bürgerparlament". Ziel ist es, solche Formate dauerhaft in politische Entscheidungsprozesse zu integrieren. Durch die zufällige Auswahl der Teilnehmer soll ein echter Querschnitt der Gesellschaft abgebildet werden – die Bürgerparlamente positionieren sich damit als Alternative zum Deutschen Bundestag.
Die Veranstaltung in Halle markiert den Auftakt der Neuen Generation für mehr partizipative Demokratie. Ihre Ergebnisse sind bereits bei lokalen Verantwortlichen angekommen, weitere Gespräche sind geplant. Der nächste große Schritt wird das Online-Parlament 2026 sein, bei dem gesellschaftliche Krisen im Mittelpunkt stehen werden.






