Neuer ETNC-Bericht zeigt: Europas uneinheitliche China-Strategie in Wissenschaft und Technologie
Lukas FrankeNeuer ETNC-Bericht zeigt: Europas uneinheitliche China-Strategie in Wissenschaft und Technologie
Das European Think Tank Network on China (ETNC) hat einen neuen Bericht über die Zusammenarbeit europäischer Länder mit China in Wissenschaft und Technologie veröffentlicht. Die Studie untersucht nationale Strategien und hebt zentrale Kooperationsbereiche hervor. Zudem analysiert sie künftige Entwicklungstrends in diesen Beziehungen.
Der ETNC-Bericht umfasst 24 Länderkapitel sowie einen eigenen Abschnitt zur EU. Jedes Kapitel wurde von China-Expert:innen verfasst und bietet eine vertiefte Analyse der aktuellen Herangehensweisen. Forscher:innen des MERICS steuerten die Zusammenfassung sowie die Kapitel zur EU, Deutschland, Irland und Italien bei.
Der Bericht untersucht, wie Länder ihre Politik für die technologische Zusammenarbeit mit China anpassen. Er identifiziert Schlüsselsektoren, in denen der Austausch mit China für die einzelnen Nationen besonders relevant bleibt. Die Studie gibt zudem Aufschluss darüber, wie sich diese Beziehungen in den kommenden Jahren entwickeln könnten.
Auf EU-Ebene wird der Wandel hin zu einer „Risikominimierungs“-Strategie (de-risking) in der wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit mit China hervorgehoben. Allerdings variiert die Umsetzung dieser Linie zwischen den Mitgliedstaaten stark. Diese Uneinheitlichkeit führt zu einem zersplitterten Vorgehen in Europa.
Der Bericht bietet eine detaillierte Bestandsaufnahme nationaler und EU-weiter Strategien im Umgang mit China in Technologie und Wissenschaft. Er unterstreicht die mangelnde Einheitlichkeit bei der Anwendung der „Risikominimierung“ der EU. Die Erkenntnisse sollen künftige Entscheidungen über die Zusammenarbeit mit China in diesen zentralen Bereichen fundiert begleiten.
