New Yorks radikaler Bruch mit der Einwanderungspolitik spaltet die USA
New York steht vor einem deutlichen Kurswechsel in der Einwanderungspolitik. Gouverneurin Kathy Hochul hat nahezu finalisierte Maßnahmen bestätigt, die das Vertrauen zwischen Migrantengemeinden und Strafverfolgungsbehörden stärken sollen – doch die Pläne stoßen auf scharfe Kritik der Republikaner. Die geplanten Haushaltsänderungen sehen vor, die Zusammenarbeit zwischen lokalen Behörden und dem US-Einwanderungs- und Zolldienst (ICE) drastisch einzuschränken. Sollten die Gesetze verabschiedet werden, dürfen Polizeibehörden künftig nicht mehr im Rahmen der umstrittenen 287(g)-Vereinbarungen mit Bundesbehörden kooperieren. Zudem werden Ingewahrsamnahmen durch den ICE erschwert und der Einsatz von Identitätsverschleierung durch Beamte streng reguliert.
Die Reformen finden Rückhalt bei Migrantenrechtsorganisationen und demokratischen Abgeordneten, die darin einen wichtigen Schritt zum Schutz von Migrantinnen und Migranten sehen. Gouverneurin Hochul betont, das Ziel sei die Wiederherstellung des Vertrauens in die Strafverfolgungsbehörden – besonders in Gemeinden mit hohem Migrationsanteil.
Republikanische Politiker warnen hingegen vor schweren Folgen. Sie kündigen an, im Gegenzug zusätzliche ICE-Agenten in den Bundesstaat zu entsenden, um die Durchsetzung der Einwanderungsgesetze sicherzustellen. Die Debatte um die neuen Bestimmungen zeigt damit die tiefe Spaltung in der US-Politik auf. Mit den geplanten Gesetzen positioniert sich New York als Vorreiter für einen restriktiveren Umgang mit Bundesbehörden in der Migrationspolitik. Die Entscheidung über die finalen Maßnahmen wird zeigen, wie weit der Staat bereit ist, sich gegen die bundesweite Linie zu stellen – und welche Konsequenzen dies für die Zusammenarbeit mit dem ICE haben wird.
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