Niedersachsen diskutiert: Soll der Internationale Frauentag zum Feiertag werden?
Greta WolfNiedersachsen diskutiert: Soll der Internationale Frauentag zum Feiertag werden?
Initiative für den Internationalen Frauentag als Feiertag in Niedersachsen
In Niedersachsen läuft eine Kampagne, um den Internationalen Frauentag am 8. März zu einem gesetzlichen Feiertag zu machen. Das Bundesland hat derzeit mit nur zehn Tagen die wenigsten Feiertage in ganz Deutschland. Die Befürworter der Initiative haben bereits über 5.000 Unterschriften für ihren Vorschlag gesammelt.
Den Anstoß für die Forderung gab ein Bündnis aus dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), der Gewerkschaft Verdi und dem Landesfrauenrat. Sie planen nun, mit Abgeordneten und der Öffentlichkeit ins Gespräch zu kommen und werden bei der nächsten Sitzung des Landtages mit einer Demonstration vor dem Parlament präsent sein.
Der Petitionsausschuss hat die Angelegenheit bereits an das Plenum des Landtages verwiesen. Daraufhin wurde das Innenministerium beauftragt, den Vorschlag zu prüfen. Seitdem haben Gespräche zwischen dem Ministerium, der Initiative und verschiedenen Gewerkschaften stattgefunden.
Die Plenardebatte über die Idee ist für diesen Mittwoch in Hannover angesetzt. Damit der Frauentag tatsächlich zum Feiertag wird, müsste eine Fraktion einen offiziellen Antrag einbringen. Einige Wirtschaftsverbände äußerten Bedenken wegen möglicher wirtschaftlicher Folgen, doch Verdi verweist auf Studien, die zeigen, dass ähnliche Feiertagserweiterungen in der Vergangenheit keine negativen Auswirkungen hatten.
Die Initiative gewinnt mit breiter öffentlicher Unterstützung und gewerkschaftlicher Rückendeckung an Fahrt. Das Innenministerium prüft den Vorschlag weiterhin. Die Entscheidung hängt nun von der parlamentarischen Behandlung und der weiteren Debatte ab.
