17 March 2026, 18:08

NRW führt schärferes Mieterschutzgesetz gegen Slum-Bedingungen ein

Plakat mit der Aufschrift "Ländliche Slums auf abgenutztem Land" wirbt für Umsiedlungsmöglichkeiten und zeigt eine Person vor einem Haus mit Bäumen.

Wie NRW den Missbrauch von Wohnungen mit Schrottimmobilien stoppt - NRW führt schärferes Mieterschutzgesetz gegen Slum-Bedingungen ein

Nordrhein-Westfalen verschärft den Kampf gegen ausbeuterische Wohnpraktiken mit neuem Gesetz

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Die Landesregierung hat einen Entwurf für das Mieterschutz- und Wohnungsgerechtigkeitsgesetz verabschiedet, das sich gegen Slum-Bedingungen und unfaire Mietpraktiken richtet. Künftig drohen Vermietern und Arbeitgebern, die gegen die Regeln verstoßen, hohe Bußgelder und strengere Kontrollen.

Das neue Gesetz verbietet ausbeuterische Arbeiterunterkünfte, in denen Mieter oft unter menschenunwürdigen Bedingungen zu überteuerten Preisen leben müssen. Die Behörden erhalten schärfere Eingriffsbefugnisse – von der Bestellung eines Zwangsverwalters bis hin zur Enteignung als letztes Mittel unter strengen Auflagen.

Auch bei Kurzzeitvermietungen werden die Vorschriften verschärft: Die genehmigungsfreie Frist sinkt von 90 auf 56 Tage pro Jahr. Vermieter, die sich nicht daran halten, müssen mit Strafen von bis zu 500.000 Euro rechnen.

Eingeführt wird zudem ein "Gütesiegel für faires Wohnen", das an Immobilien vergeben wird, die qualitative Standards erfüllen. Zudem soll Sozialbetrug durch erweiterte Melde- und Datenweitergabepflichten aufgedeckt werden. Geprüft wird außerdem ein soziales Zurückbehaltungsrecht, um Mieter besser vor Kündigungen zu schützen.

Besonders betroffen von prekären Wohnverhältnissen in Verbindung mit Arbeitgebern sind laut Berichten vor allem Duisburg und Oberhausen. Andere Städte in der Region wurden bisher nicht explizit genannt.

Mit dem Mieterschutz- und Wohnungsgerechtigkeitsgesetz erhält Nordrhein-Westfalen mehr Befugnisse, um gegen Slum-Wohnungen und unfaire Mietpraktiken vorzugehen. Vermieter und Arbeitgeber, die gegen die Vorschriften verstoßen, riskieren künftig harte Strafen – von Geldbußen bis zur Beschlagnahmung von Immobilien. Gleichzeitig werden Mieterrechte gestärkt und die Kontrolle über Kurzzeitvermietungen verbessert.

Quelle