Ombudsmann stellt Ermittlungen gegen PhilHealth-Spitzenbeamte ein
Das Büro des Ombudsmanns hat strafrechtliche und verwaltungsrechtliche Beschwerden gegen zwei hochrangige Beamte abgewiesen. Die Vorwürfe betrafen die Überweisung von umgerechnet rund 980 Millionen Euro aus den Mitteln der staatlichen Krankenversicherung PhilHealth an den nationalen Haushalt. Im Zentrum des Falls standen Anschuldigungen wegen Bereicherung, Korruption und technischer Veruntreuung.
Angezeigt worden waren der Exekutivsekretär Ralph Recto und der ehemalige PhilHealth-Präsident Emmanuel Ledesma Jr. Die Gelder waren im Rahmen ihrer amtlichen Pflichten gemäß dem Haushaltsgesetz 2024 transferiert worden. Der Ombudsmann fand jedoch keine ausreichenden Beweise, um die Vorwürfe zu stützen.
Die umgerechneten 980 Millionen Euro wurden später an PhilHealth zurücküberwiesen, was die Behauptungen einer zweckentfremdeten Verwendung der Mittel entkräftete. Zudem ordnete das Oberste Gericht die Rückgabe des Betrags an und blockierte die Verlegung des verbleibenden Restbetrags von rund 490 Millionen Euro. Auch der Vorwurf der technischen Veruntreuung wurde mangels krimineller Absicht fallengelassen.
Die Einstellung des Verfahrens bedeutet, dass gegen Recto und Ledesma Jr. keine Anklage erhoben wird. Die Gelder verbleiben bei PhilHealth, und das Urteil des Obersten Gerichts verhindert weitere Transfers. Die Entscheidung des Ombudsmanns schließt den Fall aufgrund fehlender Beweise und rechtlicher Grundlage ab.
