Ontario verweigert Hunderten Eltern pandemiebedingte Bildungsgelder zu Unrecht
Lukas FrankeOntario verweigert Hunderten Eltern pandemiebedingte Bildungsgelder zu Unrecht
Ein Bericht des amtierenden Bürgerbeauftragten von Ontario hat aufgedeckt, dass Hunderten von Eltern pandemiebedingte Bildungszahlungen zu Unrecht verweigert wurden. Die am 26. Juni 2026 veröffentlichten Erkenntnisse legen schwerwiegende Mängel bei der Verwaltung und Verteilung der Gelder offen.
Das Bildungsministerium hatte fünf Programme aufgelegt, um Kinder zu unterstützen, deren Schulbesuch während der COVID-19-Pandemie beeinträchtigt war. Über diese Initiativen wurden mehr als 2 Milliarden Dollar ausgeschüttet. Doch in jeder Phase traten dieselben Probleme auf, da Fehler wiederholt statt behoben wurden.
Mehr als 200 Beschwerden erreichten die Behörde des Bürgerbeauftragten im Zusammenhang mit den Zahlungen. Viele Eltern gingen leer aus, weil die Berechtigungskriterien nicht zwischen den Programmen übertragen wurden. Andere verloren Anspruch auf die Mittel, weil Behörden nicht klärten, wer das Sorgerecht für das Kind innehatte – mit der Folge, dass Zahlungen an Verwandte oder nicht berechtigte Personen flossen.
Das Ministerium verfolgte zudem nicht nach, wohin fälschlich ausgezahlte Gelder gelangten. Als Reaktion darauf sprach der amtierende Bürgerbeauftragte 14 Empfehlungen aus, um künftig solche Missstände zu vermeiden. Sämtliche Vorschläge wurden vom Ministerium angenommen.
Der Bericht bestätigt, dass systemische Versäumnisse berechtigte Familien ohne Unterstützung ließen. Die umgesetzten Empfehlungen sollen die Abwicklung künftiger Direktzahlungen verbessern. Nun obliegt es dem Ministerium, diese Änderungen umzusetzen, um ähnliche Probleme zu verhindern.
