Ontarios Regierung in der Kritik wegen undurchsichtigem Flugzeug-Deal mit Bombardier
Amelie KrügerOntarios Regierung in der Kritik wegen undurchsichtigem Flugzeug-Deal mit Bombardier
Die Regierung Ontarios steht weiterhin in der Kritik wegen des Kaufs und späteren Wiederverkaufs eines Bombardier-Challenger-650-Geschäftsflugzeugs. Während die Opposition um Aufklärung der Eigentumsverhältnisse während der Übergangsphase ringt, wirft die Neudemokratische Partei (NDP) der Regierung vor, wichtige Details zurückzuhalten. Besonders umstritten bleibt die Lücke zwischen dem behaupteten Rückgabedatum und der tatsächlichen Übergabe des Flugzeugs. Die Regierung Ontarios hatte das Geschäftsflugzeug ursprünglich für 28,9 Millionen Dollar erworben. Aufgrund massiver öffentlicher Kritik an den Kosten und der Nutzung entschied sie sich jedoch, das Flugzeug zurückzuverkaufen. Premierminister Doug Ford gab an, das Flugzeug sei bereits am 22. April an Bombardier zurückgegeben worden. Allerdings blieb es laut Opposition noch eine Woche länger im Besitz der Regierung.
Der kommissarische Vorsitzende der Liberalen, John Fraser, fordert nun Klarheit darüber, wer während dieser Übergangsphase tatsächlich Eigentümer war. Marit Stiles, Vorsitzende der NDP, wirft der Regierung vor, absichtlich Informationen über die Transaktion vorzuenthalten. Auch Steve Clark, Regierungsführer im Parlament, betonte zwar, das Flugzeug sei zum gleichen Preis – also 28,9 Millionen Dollar – wieder verkauft worden, doch die Opposition bleibt skeptisch.
Die Forderungen nach einer unabhängigen Überprüfung des gesamten Kauf- und Wiederverkaufsprozesses werden lauter. Kritiker verlangen eine Untersuchung durch den Rechnungsprüfer, um zu klären, ob der Verkauf den vorgeschriebenen Verfahren entsprochen hat. Bisher hat die Regierung jedoch keine weiteren Unterlagen vorgelegt, die die offenen Fragen beantworten könnten. Die Diskussion um das Bombardier-Flugzeug zeigt weiterhin erhebliche Unstimmigkeiten zwischen den Angaben der Regierung und den Vorwürfen der Opposition. Solange keine vollständige Transparenz über die Eigentumsverhältnisse und den Verkaufsprozess hergestellt wird, bleibt die Debatte um mögliche Verstöße gegen Vorschriften bestehen. Die Forderung nach einer unabhängigen Prüfung gewinnt dadurch weiter an Gewicht.






