23 March 2026, 10:06

Osnabrücks Kriminalitätsbericht zeigt Fortschritte und anhaltende Gewaltprobleme

Diagramm, das die Homicide-Offending-Rates nach Alter des Täters und Waffennutzung von 1976 bis 2004 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Osnabrücks Kriminalitätsbericht zeigt Fortschritte und anhaltende Gewaltprobleme

Das Polizeidirektion Osnabrück hat ihren aktuellen Kriminalitätsbericht veröffentlicht, der ein gemischtes Bild aus Fortschritten und anhaltenden Herausforderungen zeigt. Zwar ist die Gesamtkriminalität in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich zurückgegangen, doch bleiben Gewaltstraftaten und Angriffe auf Beamte besorgniserregend hoch.

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Die Kriminalität in Osnabrück ist seit 2005 um 23.000 Fälle gesunken – ein Zeichen für die langfristige Verbesserung der öffentlichen Sicherheit. Dennoch gibt die Gewaltkriminalität weiterhin Anlass zur Sorge: 14.568 Delikte wurden registriert, etwa genauso viele wie in den Vorjahren. Mehr als die Hälfte der Osnabrücker Polizistinnen und Polizisten berichtete, selbst Opfer von Angriffen geworden zu sein, was die täglichen Risiken ihres Berufs unterstreicht.

Auch messerstichbezogene Vorfälle nahmen zu und erreichten 2025 mit 438 Fällen einen neuen Höchststand. Die meisten davon betrafen Drohungen statt tatsächlicher Gewalt, doch der Anstieg verstärkt die Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Sicherheit. Die Zahlen zur häuslichen Gewalt blieben mit 4.893 Fällen auf einem besorgniserregend hohen Niveau stabil.

Die Jugendkriminalität zeigte im Vergleich zu 2024 einen leichten Rückgang: Straftaten von Kindern und Jugendlichen gingen leicht zurück. Allerdings stieg die Zahl der tatverdächtigen Kinder unter 14 Jahren, während die der jugendlichen Tatverdächtigen zwischen 14 und 18 Jahren sank. In den letzten fünf Jahren ist die Jugendkriminalität in Osnabrück um etwa 15 % gesunken – von 1.200 Delikten im Jahr 2021 auf 1.020 im Jahr 2025. Dieser Rückgang übertrifft Großstädte wie Hannover, wo die Jugendkriminalität um 5 % zunahm, und entspricht in etwa der 12-prozentigen Abnahme in Braunschweig.

Digitale Kriminalität bleibt eine Herausforderung, insbesondere die Verbreitung pornografischer Inhalte über Messengerdienste und soziale Medien. Die Polizei betont die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, verdächtige Aktivitäten zu melden, da Hinweise aus der Bevölkerung weiterhin entscheidend für die Aufklärung von Fällen sind.

Insgesamt wird die Sicherheitslage in Osnabrück als stabil beschrieben, mit einem klaren langfristigen Rückgang der gemeldeten Straftaten. Dennoch zeigen die anhaltend hohe Gewaltkriminalität, Messerbedrohungen und Angriffe auf Beamte, dass zentrale Probleme bestehen bleiben. Die Behörden setzen weiterhin auf die Unterstützung der Bevölkerung, um diese Herausforderungen wirksam zu bewältigen.

Quelle