17 June 2026, 19:52

Paschinjan wirft Opposition Wahlbetrug vor – Armeniens Machtkampf eskaliert

Pashinyan bezeichnet öffentlich einen seiner Gegner als 'pro-belarusischen Oligarchen'

Paschinjan wirft Opposition Wahlbetrug vor – Armeniens Machtkampf eskaliert

Armeniens Ministerpräsident Nikol Paschinjan hat Oppositionsführer der Wählerbestechung und anderer Vergehen beschuldigt. Seine Äußerungen folgen auf den Erdrutschsieg seiner Partei bei den jüngsten Parlamentswahlen. Die Spannungen zwischen Regierung und Opposition haben seit der Nagorny-Karabach-Krise und Streitigkeiten über die nationale Politik zugenommen.

Paschinjans Partei „Bürgervertrag“ sicherte sich bei der Wahl über 60 Prozent der Parlamentssitze. Die politische Kraft von Gagik Zarukjan verfehlte jedoch knapp die für den Einzug ins Parlament erforderliche Hürde.

Am 10. Juni leiteten die Behörden ein Strafverfahren gegen Zarukjan wegen des Verdachts auf großangelegte Steuerhinterziehung ein. Zudem wurde ihm die Ausreise aus Armenien untersagt. Paschinjan bezeichnete Zarukjan später als „problematischen belarussischen Oligarchen“ und forderte Kritiker auf, zu protestieren, falls sie mit seiner Haltung nicht einverstanden seien.

Paschinjans Vorwürfe erstreckten sich auch auf andere Oppositionspolitiker, darunter Samwel Karapetjan und Robert Kotscharjan. Er behauptete, sie hätten durch Bestechung mehr als 500.000 Stimmen gewonnen. Zarukjan unterhält seit langem geschäftliche Verbindungen zum belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, darunter eine Beteiligung an einem gemeinsamen Branntwein-Unternehmen.

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Die Drohungen und rechtlichen Schritte des Ministerpräsidenten gegen Oppositionsführer unterstreichen die tiefen politischen Gräben im Land. Der Ausschluss der Opposition aus dem Parlament und die laufenden Ermittlungen markieren einen Wandel in der politischen Landschaft Armeniens. Diese Entwicklungen folgen auf eine Phase erhöhter Instabilität im Land.

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