Peter Copping entwirft Lanvins neue Herrenmode zwischen Kunst und Surrealismus
Greta WolfPeter Copping entwirft Lanvins neue Herrenmode zwischen Kunst und Surrealismus
Peter Copping hat eine neue Herrenkollektion für Lanvin präsentiert. Die Entwürfe vereinen künstlerische und filmische Einflüsse und verbinden historische Eleganz mit modernem Esprit. Die Kollektion greift weniger bekannte Aspekte der Markengeschichte auf und interpretiert klassische Stile neu.
Copping durchforstete die Herrenmode-Archive von Lanvin und stellte fest, dass sie weniger umfassend dokumentiert sind als die Damenmode des Hauses. Diese Erkenntnis inspirierte ihn dazu, das Erbe der Marke neu zu denken. Orientierung fand er bei kreativen Persönlichkeiten der Mitte des 20. Jahrhunderts wie Jean Cocteau, Jean-Paul Sartre und Jean-Paul Belmondo.
Die Kollektion verweist zudem auf Surrealisten wie André Breton und zeitgenössische Künstler wie Julian Schnabel. Diese Einflüsse zeigen sich in unerwarteten Details – von Fallschirmseiden-Variationen klassischer Arbeitskleidung bis hin zu seidenen Pyjamas mit asymmetrischen Streifen, die für den Tag konzipiert sind.
Der Glamour der alten Hollywood-Seefahrt prägt mehrere Stücke der Kollektion. Ein weit geschnittener Matrosenmantel und marinestreifige Strickteile vermitteln maritime Eleganz. Für den Abend gibt es etwa eine klassische Smokingjacke, kombiniert mit geradschnittigen Jeans.
Die verwendeten Stoffe reichen von feinem Baumwollcanvas bis hin zu luxuriösem goldfarbenem Krokodil-Jacquard. Ein leichtes Jersey-Oberteil mit ärmeln aus kristallbestäubter Seide ersetzt klassische Hemden, während weich fallende Anzüge aus Wolle-Viskose in Hellblau eine sanftere Variante des Tailorings bieten.
Die Kollektion verbindet Lanvins künstlerische Wurzeln mit zeitgenössischem Design. Sie führt vielseitige, ausdrucksstarke Stücke ein und erweitert die Herrenmode-Erzählung der Marke. Die Kombination unterschiedlicher Materialien und mutiger Stilentscheidungen hebt sie in dieser Saison hervor.
