Peter Thiel verlässt Neuseeland – warum sein Abschied viele erleichtert
Amelie WeberPeter Thiel verlässt Neuseeland – warum sein Abschied viele erleichtert
Der Milliardär Peter Thiel verlässt Neuseeland und zieht nach Argentinien. Sein Abschied folgt auf Jahre lokaler Ablehnung seiner Präsenz und umstrittenen Investitionen im Land. Der Umzug erfolgt nach wiederholten Konflikten mit Anwohnern und Umweltschützern wegen seiner Bauprojekte.
Thiel besitzt seit 2011 die neuseeländische Staatsbürgerschaft, die ihm unter „außergewöhnlichen Umständen“ gewährt wurde. Berichten zufolge erhielt er sie durch Investitionen in inzwischen pleitegegangene neuseeländische Unternehmen. Dennoch verbrachte er nur zwölf aufeinanderfolgende Tage im Land.
Sein 193 Hektar großes Anwesen am Seeufer in der Glendhu Bay am Lake Wānaka sowie ein weiteres Grundstück oberhalb von Queenstown stießen auf scharfe Kritik. Einheimische und Umweltaktivisten lehnten seine Baupläne ab und nannten sein Anwesen spöttisch „Antichrist Station“. Die Gegenwehr wurde so massiv, dass viele seinen Abzug als Erleichterung betrachten.
Auch im Ausland sorgten Thiels politisch polarisierende Ansichten für Aufsehen. Kürzlich wurde er vom Wiener Festwochen ausgeschlossen, nachdem seine umstrittenen Positionen zu verschiedenen Themen für Diskussionen gesorgt hatten. Argentinien, sein neues Zuhause, entspricht mit dem libertären Kurs von Präsident Javier Milei eher seinen ideologischen Vorstellungen.
Thiel reiht sich damit ein in die Liste prominenter Persönlichkeiten wie James Cameron, Julian Robertson und Shania Twain, die Neuseeland als Rückzugsort nutzten. Sein Umzug nach Argentinien beendet ein umstrittenes Kapitel für das Land. Für viele Einheimische ist sein Abschied eine der seltenen positiven Entwicklungen.
