15 March 2026, 20:10

Pfefferspray-Attacke auf Kontrolleure an Pforzheimer Bushaltestelle schockiert Stadt

Eine Gruppe von Polizisten in Einsatzausrüstung sitzt auf einem Bus, wobei eine Person auf dem Sitz in der Mitte Platz genommen hat und ein Plakat im Hintergrund zu sehen ist.

Männer greifen Busfahrkartenkontrolleure in Pforzheim an - Pfefferspray-Attacke auf Kontrolleure an Pforzheimer Bushaltestelle schockiert Stadt

Zwei Kontrolleure bei Angriff an Bushaltestelle in Pforzheim verletzt

Am Freitagnachmittag wurden zwei Fahrkartenkontrolleure an einer Bushaltestelle in Pforzheim angegriffen. Die Täter setzten Pfefferspray und körperliche Gewalt ein, bevor sie flüchteten. Die Polizei sucht nun nach Zeugen und ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.

Der Vorfall ereignete sich, als drei Kontrolleure einen Bus betreten wollten. Zwei Männer, die offenbar einer Fahrkartenkontrolle entgehen wollten, stießen die Beamten zu Boden. Ein Angreifer schlug einem der Kontrolleure ins Gesicht und sprühte Pfefferspray in dessen Richtung.

Die Opfer erlitten leichte Verletzungen und wurden zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Ein Video des Angriffs, das als authentisch gilt, kursiert seitdem im Internet. Trotz intensiver Fahndung sind die beiden Täter weiterhin auf freiem Fuß – bisher gab es keine Festnahmen.

Der Angriff erfolgt vor dem Hintergrund verschärfter Sicherheitsmaßnahmen im öffentlichen Nahverkehr Baden-Württembergs. Nach einem tödlichen Angriff auf einen Zugführer im Februar hatten die Behörden die Zusammenarbeit mit Verkehrsunternehmen ausgebaut, das Sicherheitspersonal aufgestockt und verpflichtende Deeskalationstrainings eingeführt. Fast alle Züge sind mittlerweile mit Videoüberwachung ausgestattet, und an Großveranstaltungen gelten strengere Kontrollen. Zudem wurde ein landesweites Verbot von Messern und Waffen in öffentlichen Verkehrsmitteln verhängt.

Weitere Maßnahmen umfassen Pilotprojekte zur doppelten Besetzung auf besonders gefährdeten Strecken wie der Schwarzwaldbahn und der Europabahn bis Ende 2026. Die DB Regio stattet ihr Personal seit 2025 mit Bodycams aus und hat Notrufsysteme priorisiert.

Die verletzten Kontrolleure wurden medizinisch versorgt, während die Polizei die Ermittlungen fortsetzt. Die Behörden bitten um Hinweise aus der Bevölkerung. Der Vorfall zeigt, dass trotz der jüngsten Sicherheitsvorkehrungen weiterhin Herausforderungen im Bereich der Verkehrssicherheit bestehen.

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