Polizei durchsucht Wohnungen rechtsextremer Chatgruppen in MV
Polizei in Mecklenburg-Vorpommern durchsucht Wohnungen von Rechtsextremisten in Chatgruppen
Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern hat Razzien gegen rechtsextreme Chatgruppen durchgeführt. Die Aktionen erfolgten vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über die Verbreitung von Hassrede und Gewaltplanungen unter Jugendlichen im Internet. Innenminister Christian Pegel warnte, dass eine neue Generation von Extremisten heranwächst – digital vernetzt, radikal und bereit, Gewalt einzusetzen.
Die Durchsuchungen sind Teil laufender Ermittlungen zu rechtsextremen Aktivitäten in digitalen Räumen. Die Behörden durchsuchten Orte, die mit Chatgruppen in Verbindung stehen, in denen mutmaßlich extremistisches Material verbreitet und Straftaten geplant wurden. Pegel betonte die zunehmende Gefahr, die von sehr jungen Personen in diesen Netzwerken ausgeht.
Zudem wurden zwei separate Durchsuchungen in der Region bestätigt. Am 10. März 2026 durchsuchte die Polizei in Güstrow eine Wohnung im Zusammenhang mit Cannabis-Pflanzungen. Einen Tag später fand in Rostock eine weitere Durchsuchung im Rahmen eines Ladendiebstahlsfalls statt. Obwohl diese Ermittlungen nicht mit den Extremismusermittlungen zusammenhängen, fielen sie in eine Phase verstärkter Polizeiaktivitäten.
Pegel verurteilte rechtsextreme Ideologien scharf und erklärte, dass sie in der Gesellschaft keinen Platz hätten – weder im öffentlichen Raum noch in privaten Chats. Er lobte die Ermittler für ihre gründliche Arbeit und betonte, dass diejenigen, die Hass verbreiten oder demokratische Werte angreifen, mit rechtlichen Konsequenzen rechnen müssten. Der Minister forderte zudem eine stärkere frühkindliche Bildung und klare Grenzen, um einer weiteren Radikalisierung vorzubeugen.
Die Razzien sind ein deutliches Signal gegen den wachsenden Rechtsextremismus in digitalen Räumen. Pegels Aussagen unterstreichen die Dringlichkeit, gewaltbereite und radikale Tendenzen unter Jugendlichen zu bekämpfen. Die Behörden bleiben wachsam und gehen weiter gegen Bedrohungen für die demokratischen Grundwerte vor.