Pro Bahn kritisiert Lücken bei den neuen VRR- und Rheinland-Tarifen
Pro Bahn bewertet die aktuellen Tarifreformen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und im Rheinland
Die Fahrgastorganisation Pro Bahn hat die neuesten Tarifänderungen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und im Rheinland analysiert. Die Bewertung zeigt sowohl Fortschritte als auch anhaltende Probleme bei den neuen elektronischen eezy-Tarifen auf. Einige Änderungen erleichtern zwar die Fahrtkartenwahl, doch andere könnten dazu führen, dass Reisende mehr zahlen als nötig.
Gelobt werden unter anderem die günstigen Tageskarten im VRR sowie die Einführung monatlicher Preisobergrenzen in beiden Netzen. Auch die Einzeltarife für Kinder im VRR werden als fair bewertet.
Kritik übt Pro Bahn jedoch daran, dass digitale Tarife nicht automatisch die günstigste Option für den jeweiligen Tag vorschlagen. Aktuell fehlt bei den eezy-Tarifen in mehreren Stufen eine tägliche Preisdeckelung, sodass digitale Tickets mitunter teurer sein können als klassische 24-Stunden-Karten. Davon betroffen sind vor allem Gelegenheitsfahrer, Familien und allein reisende Kinder, die nach wie vor mit undurchsichtigen Preismodellen konfrontiert sind.
Zudem moniert die Organisation, dass in keinem der beiden Verbünde spezielle Tageskarten für allein reisende Kinder angeboten werden. Zwar sorgt die Tarifzonenaufteilung auf bestimmten Strecken für Kostenvorteile, doch dies erhöht die Komplexität des Systems unnötig.
Obwohl die Reformen einige sinnvolle Vereinfachungen bringt, bleiben Lücken bestehen. Digitale Tickets garantieren nicht in allen Fällen den besten Preis. Pro Bahn fordert daher weitere Anpassungen, um für alle Fahrgäste mehr Fairness und Transparenz zu schaffen.
