Razzien in Kalifornien: Wie 100 Autowäschen und Hunderte Festnahmen eine Branche erschüttern
Amelie WeberRazzien in Kalifornien: Wie 100 Autowäschen und Hunderte Festnahmen eine Branche erschüttern
In den vergangenen zwölf Monaten wurden rund 100 Autowäschen in den Countys Los Angeles und Orange durchsucht. Dabei wurden über 370 Mitarbeiter festgenommen, was zu erheblichen Auswirkungen auf die Branche führte. Einige Autowäschen wurden mehrfach durchsucht – manche sogar drei- oder viermal während der Hochsaison. In der Harbor Blvd Car Wash in Santa Ana wurden sieben Angestellte, darunter Mario, festgenommen. Mario kam später frei, muss aber seitdem einen elektronischen Fußfessel tragen.
Der 79-jährige Autowäschen-Besitzer Rafie Shouhed wurde zu Boden geworfen und verhaftet. Dabei erlitt er ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Ein Mitarbeiter leidet seitdem unter Albträumen und erstarrt, wenn Fahrzeuge mit getönten Scheiben auftauchen.
Mindestens sieben Autowäschen in der Region mussten im letzten Jahr wegen der Razzien und des Arbeitskräftemangels schließen. Mehmet Aydogan, Inhaber der Westchester Hand Wash, musste Kredite aufnehmen und hat inzwischen rund 100.000 Dollar an Kreditkartenschulden angehäuft. Die Aktion hat viele Betriebe mit Personalmangel und finanziellen Problemen zurückgelassen. Die Folgen der Razzien belasten die Betroffenen weiterhin in gesundheitlicher und wirtschaftlicher Hinsicht.
Lesen Sie auch:
- Fußball dominiert Kolumbiens Präsidentschaftswahl – und spaltet die Kandidaten
- Fußball als Wahlkampfstrategie: Kolumbiens spannende Präsidentschafts-Stichwahl
- Fußball wird zum Wahlkampf-Symbol in Kolumbiens Präsidentschaftsrennen
- Trump-Razzien zerstören Autowäschen in Kalifornien – 370 Festnahmen und traumatisierte Mitarbeiter






