26 June 2026, 16:28

Rentenexpertin Grimm fordert radikale Reformen bei Alter, Minijobs und Selbstständigen

Wirtschaftswissenschaftlerin Grimm begrü├čt die Abschaffung von Mini-Jobs

Rentenexpertin Grimm fordert radikale Reformen bei Alter, Minijobs und Selbstständigen

Die Wirtschaftswissenschaftlerin Veronika Grimm hat ihre Position zu den Reformen des deutschen Rentensystems dargelegt. Während sie einige Änderungen befürwortet, lehnt sie andere ab und unterbreitet klare Vorschläge zu Rentenalter, Minijobs und den Beiträgen von Selbstständigen.

Grimm spricht sich dafür aus, das Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. Zudem unterstützt sie die Abschaffung der Rente mit 63. Ihre Argumente zielen auf Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit im Rentensystem ab.

Bei Minijobs plädiert sie dafür, diese nur noch für Studierende zuzulassen. Den Plan der Rentenkommission, Minijobs weitgehend abzuschaffen, begrüßt sie. Ihrer Meinung nach würde die Abschaffung für die meisten Beschäftigten Anreize schaffen, mehr Stunden zu arbeiten oder besser bezahlte Tätigkeiten anzunehmen – besonders für Geringverdiener.

Für Selbstständige kritisiert Grimm die geplante Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rente. Diese würde ihrer Ansicht nach die Attraktivität der Selbstständigkeit mindern. Stattdessen schlägt sie vor, ihnen die Wahl zu lassen, über kapitalgedeckte Modelle vorzusorgen, die ihrer Einschätzung nach höhere Renditen bieten.

Grimm lehnt zudem die Eingliederung von Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung ab. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, Flexibilität und finanzielle Sicherheit in Einklang zu bringen. Die Diskussion über diese Reformen wird voraussichtlich anhalten, während die Politik ihre Empfehlungen prüft.

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