Rentenreform: Riester-Modell wird durch einfaches Standardprodukt ersetzt
Amelie KrügerRentenreform: Riester-Modell wird durch einfaches Standardprodukt ersetzt
Deutschland hat eine überarbeitete Vereinbarung zur Reform seines privaten Rentensystems erreicht. Der neue Plan ersetzt das umstrittene Riester-Modell durch ein einfacheres, kostengünstiges Standardprodukt. Verbraucherschützer hatten diese Änderung seit Langem gefordert und bezeichnen sie als großen Fortschritt.
Der erste Entwurf des Gesetzes sah vor, dass Anbieter ihre eigenen Standardprodukte auf Provisionsbasis verkaufen. Doch die endgültige Einigung setzt stattdessen auf ein zentrales Standardprodukt, das erschwinglich und leicht verständlich sein soll. Diese neue Option dient als Maßstab für private Alternativen und bietet Sparern eine klare und unkomplizierte Möglichkeit, für den Ruhestand vorzusorgen.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) kämpft seit über einem Jahrzehnt für die Abschaffung der Riester-Rente. Ziel war ein staatlich gestütztes System nach schwedischem Vorbild, bei dem hohe Sparquoten durch eine Mischung aus gesetzlicher und privater Altersvorsorge gefördert werden. Zwar hat das schwedische Modell zu einer insgesamt starken Sparneigung geführt, doch spielen private Renten im Vergleich zu den verpflichtenden staatlichen Leistungen weiterhin eine untergeordnete Rolle.
Ramona Pop, Vorstandsvorsitzende des vzbv, begrüßte die Einigung als "Meilenstein" für Verbraucher. Sie bezeichnete den Tag als "einen guten Tag für alle, die private Altersvorsorge betreiben müssen". Das neue Standardprodukt soll attraktive Renditen bei niedrigen Kosten bieten und damit die langjährigen Kritikpunkte an Komplexität und hohen Gebühren des alten Systems ausräumen.
Die überarbeitete Rentenvereinbarung führt ein zentrales Standardprodukt neben privaten Angeboten ein. Diese Änderung soll die Altersvorsorge einfacher und bezahlbarer machen. Die Reform folgt auf jahrelangen Druck von Verbraucherschützern, die eine Verbesserung des Systems gefordert hatten.






