Rheinmetall und Boeing kämpfen mit der Ghost Bat um Deutschlands Drohnen-Zukunft
Lukas FrankeRheinmetall und Boeing kämpfen mit der Ghost Bat um Deutschlands Drohnen-Zukunft
Deutschlands Suche nach einem neuen Collaborative Combat Aircraft (CCA) zieht mehrere Bewerber an
Rheinmetall und Boeing bieten die MQ-28 Ghost Bat an, eine Drohne, die bereits in über 150 Einsätzen getestet wurde. Die deutsche Luftwaffe strebt an, bis 2029 eine Lösung zu implementieren, wobei Rheinmetall die Integration nach nationalen Anforderungen vorantreibt.
Zu den weiteren Mitbewerbern zählen Airbus und Kratos mit der XQ-58A Valkyrie, General Atomics mit einer europäischen Version der YFQ-42A sowie das deutsche Start-up Helsing mit seinem autonomen Flugzeug CA-1.
Rheinmetall und Boeing haben sich zusammengeschlossen, um die MQ-28 Ghost Bat für das deutsche CCA-Programm vorzuschlagen. Die gemeinsam mit Australien entwickelte Drohne hat bereits mehr als 150 Flüge absolviert und ist darauf ausgelegt, in Hochrisiko-Umgebungen mit bemannten Flugzeugen zusammenzuarbeiten. Rheinmetall übernimmt als Systemführer die Aufgabe, sicherzustellen, dass die Ghost Bat den spezifischen Anforderungen der Bundeswehr entspricht. Dazu gehören die Integration in bestehende Führungs- und Waffensysteme sowie die Bereitstellung von Wartung, Logistik und Versorgungssicherheit in Deutschland.
Das modulare Design der MQ-28 ermöglicht zukünftige Aufrüstungen und eine breite Palette an Einsatzmöglichkeiten. Rheinmetall betont die Bedeutung nationaler Souveränität, einer schnellen Einsatzbereitschaft bis 2029 und der lokalen Produktion. Dieser Ansatz unterscheidet sich von Konkurrenzmodellen wie der XQ-58A Valkyrie, die von Airbus und Kratos unterstützt wird und bereits in Manching mit einem integrierten MARS-Missionssystem getestet wird.
Auch General Atomics hat sich am Wettbewerb beteiligt und schlägt eine europäische Variante seines YFQ-42A-Prototyps vor. Gleichzeitig könnte das Berliner Verteidigungs-Start-up Helsing mit seinem autonomen Flugzeug CA-1 eine weitere Option bieten. Rheinmetalls Vorstandsvorsitzender hatte zuvor angedeutet, dass Deutschland etwa 400 CCAs benötigen könnte, um zukünftige operationelle Anforderungen zu erfüllen.
Die deutsche Luftwaffe plant, bis 2029 eine CCA-Lösung auszuwählen. Die MQ-28 Ghost Bat von Rheinmetall und Boeing ist einer von mehreren Anwärtern, die jeweils unterschiedliche Stärken in den Bereichen Autonomie, Integration und Einsatzflexibilität bieten. Die endgültige Entscheidung wird die zukünftigen Luftkampfkapazitäten Deutschlands und die Partnerschaften in der Verteidigungsindustrie prägen.






