Russland ermittelt wegen verweigerter Wohnungen für Waisenkinder in Sotschi
Lukas FrankeRussland ermittelt wegen verweigerter Wohnungen für Waisenkinder in Sotschi
In Russland hat das Untersuchungskomitee ein Strafverfahren wegen der Verweigerung von Wohnraum für zwei volljährige Waisenkinder in Sotschi eingeleitet. Der Schritt folgt einer Beschwerde über die jahrelange Nichtgewährung der gesetzlich zugesicherten Unterkunft. Der Vorsitzende Alexander Bastrykin ordnete eine gründliche Prüfung des Falls an.
Ausgelöst wurde der Fall durch eine Beschwerde, die aufdeckte, dass zwei Waisen seit Jahren ohne die ihnen zustehende Wohnung blieben. Bastrykin wies daraufhin die Einleitung eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens an. Zudem beauftragte er Andrei Maslow, den Leiter des Untersuchungskomitees, mit der Aufsicht über den Fall und regelmäßigen Berichterstattung über den Fortschritt.
Die Ermittlungsabteilung im Gebiet Krasnodar hat bereits eine verfahrensrechtliche Überprüfung eingeleitet. Parallel überwacht die Zentrale des Untersuchungskomitees die Umsetzung der Anordnung zum Schutz der Wohnrechte von Waisenkindern.
Die Ermittlungen laufen derzeit. Die Behörden werden die Umstände der Wohnraumverweigerung genau prüfen. Mit Fortgang des Verfahrens wird ein Zwischenbericht vorgelegt.
