Sachsen-Anhalt setzt auf ausländische Arbeitskräfte gegen Fachkräftemangel
Amelie KrügerSachsen-Anhalt setzt auf ausländische Arbeitskräfte gegen Fachkräftemangel
Sachsen-Anhalt verzeichnet starken Anstieg ausländischer Arbeitskräfte
In Sachsen-Anhalt hat sich die Zahl der ausländischen Beschäftigten in den vergangenen zehn Jahren deutlich erhöht. Das Bundesland führt damit in Ostdeutschland das Wachstum bei internationaler Beschäftigung zwischen 2020 und 2025 an. Fast neun Prozent der Erwerbstätigen kommen mittlerweile aus dem Ausland – Unternehmen setzen zunehmend auf sie, um Personalengpässe zu schließen.
Die Zahl der ausländischen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Sachsen-Anhalt stieg von Juni 2024 bis Juni 2025 um 5.560 an. Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich die Gesamtzahl vervierfacht. Immer mehr Betriebe greifen auf internationale Arbeitskräfte zurück, um ihren langfristigen Personalbedarf zu decken.
Aktuell beschäftigt jedes vierte Unternehmen im Land ausländische Arbeitnehmer:innen. Drei Viertel der Betriebe tun dies jedoch noch nicht. Größere Unternehmen stellen dabei eher im Ausland ein als kleinere.
Der Anteil der Betriebe, die internationale Fachkräfte beschäftigen, hat sich seit 2015 mehr als verdoppelt. Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, betont die Bedeutung von Zuwanderung. Als Hauptgrund für die wachsende Abhängigkeit von ausländischen Arbeitskräften nennt er demografische Entwicklungen.
Die Belegschaften in Sachsen-Anhalt werden immer internationaler. Die Unternehmen des Landes stellen weiterhin vermehrt ausländische Mitarbeiter:innen ein, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen. Dieser Trend spiegelt die übergreifenden demografischen Herausforderungen in der Region wider.






