Salim Dola: Vom Haschischhändler zum internationalen Drogenboss und Flüchtling
Lukas FrankeSalim Dola: Vom Haschischhändler zum internationalen Drogenboss und Flüchtling
Salim Dola, eine langjährige Figur im Drogenhandel, sah sich über Jahrzehnte hinweg einer Reihe von Festnahmen und juristischen Auseinandersetzungen gegenüber. Seine kriminelle Laufbahn begann Anfang der 1990er-Jahre und entwickelte sich vom kleinen Haschischhandel bis hin zu groß angelegten Schmuggeloperationen.
Dola startete seine kriminelle Karriere um 1991/92 als Händler für Charas, eine Form von Haschisch. Bis 1998 hatte er seine Aktivitäten ausgeweitet und wurde am Flughafen Mumbai festgenommen, als er versuchte, 40 Kilogramm Mandrax-Tabletten zu schmuggeln. Noch im selben Jahr saß er fast sechs Monate lang im Arthur-Road-Gefängnis ein.
Während seiner Haft knüpfte er Kontakte zu Insassen mit Verbindungen zur D-Company, einer bekannten kriminellen Organisation. Nach seiner Entlassung gründete er in Mumbai ein Catering-Unternehmen namens Bohri Caterers. Die Behörden werfen dem Betrieb vor, finanzielle Unterstützung von Mitgliedern der D-Company erhalten zu haben. Dola bestreitet jedoch jede operationelle Verbindung zu der Organisation.
Nach der Schließung seines Catering-Unternehmens kehrte er in den Drogenhandel zurück. 2018 wurde er erneut verhaftet – diesmal wegen des Verdachts auf Besitz von 100 Kilogramm mutmaßlichem Fentanyl. Später kam er gegen Kaution frei, floh aus Indien und wurde zu einem internationalen Flüchtigen, der über einen Interpol-Roten Steckbrief gesucht wurde. Im April 2023 wurde er im Rahmen der Operation Global Hunt festgenommen und nach Indien ausgeliefert.
Dolas Auslieferung markiert den Höhepunkt einer langjährigen Verfolgungsjagd durch die Strafverfolgungsbehörden. Nun muss er sich in Indien wegen des Vorwurfs des Drogenhandels und seiner mutmaßlichen Verbindungen zu kriminellen Netzwerken vor Gericht verantworten. Sein Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen im Kampf gegen grenzüberschreitende Drogenoperationen.
