Scheidegg glänzt 2025 mit Gold-Award für Energieinnovation und klugen Infrastrukturplänen

Admin User
2 Min.
Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Bäumen, Polen, Straßen, Fahrzeugen und Himmel.

Scheidegg glänzt 2025 mit Gold-Award für Energieinnovation und klugen Infrastrukturplänen

Die bayerische Gemeinde Scheidegg blickt auf das Jahr 2025 mit bemerkenswerten Erfolgen zurück – trotz anhaltender Herausforderungen. Die kleine Stadt im Landkreis Oberallgäu erhielt den renommierten European Energy Award in Gold und trieb gleichzeitig ehrgeizige Infrastrukturprojekte voran. Mehrere Schlüsselvorhaben werden die Gemeinde in den kommenden Jahren prägen.

Ein besonderer Erfolg Scheideggs war die Energiewende vor Ort: Alte Photovoltaikmodule wurden zu Balkonkraftwerken umfunktioniert, was Abfall reduzierte und die Nachhaltigkeit stärkte. Diese Initiative trug maßgeblich dazu bei, dass die Gemeinde mit dem European Energy Award in Gold ausgezeichnet wurde – eine Anerkennung für ihr Engagement im Bereich effizienter Energienutzung.

Darüber hinaus übernahm die Kommune selbst die Planung und erarbeitete Bebauungspläne für mehrere Ortsteile. Durch die eigenständige Regelung dieser Vorschriften sparte Scheidegg erhebliche Kosten, die sonst an externe Berater geflossen wären. Dennoch bremsen bürokratische Verzögerungen weiterhin den Fortschritt. Trotz dieser Hürden legten Partnerschaften, die zwischen 2022 und 2025 geschlossen wurden, den Grundstein für künftige Projekte. Vereinbarungen mit der Planungsgemeinschaft Allgäu-Alpen und der Kreisverwaltung Oberallgäu unterstützen Vorhaben wie den Ausbau der Seilbahn Scheidegg-Oberbuchenberg und die Aufwertung des Tourismus. Auch im öffentlichen Nahverkehr gab es unerwartete Erfolge: Die Buslinie 21 nach Lindau verzeichnete eine deutlich höhere Nachfrage als prognostiziert und verbesserte so die Anbindung für Einwohner und Besucher gleichermaßen.

Für 2026 sind weitere tiefgreifende Veränderungen geplant. Im Wohngebiet Schmalzgrube laufen bereits die Vorbereitungen – die Infrastrukturarbeiten beginnen noch vor der Markteinführung. Gleichzeitig startet im selben Jahr der Bau eines Seniorenwohnheims mit 60 Wohnungen und einer Tagespflegeeinrichtung. Allerdings wird die Gemeinde auch Abschied nehmen müssen: Das Café Margit&Fehl im Zentrum und die Dorfmolkerei Böserischeidegg schließen bis Ende 2025 ihre Türen. Zudem steht die Sanierung der Grundschule an, die Teil von Scheideggs umfassendem Modernisierungsprogramm für öffentliche Einrichtungen ist – eine Reaktion auf das wachsende Bevölkerungsbedürfnis.

Die Leistungen des Jahres 2025 bilden eine solide Basis für die Zukunft Scheideggs. Mit innovativen Energiekonzepten, kostensparenden Maßnahmen und strategischen Partnerschaften zeigt die Gemeinde einen proaktiven Ansatz für nachhaltiges Wachstum. Während große Projekte wie Wohnungsbau, Verkehrsausbau und Bildungsmodernisierung voranschreiten, bereitet sich die Kommune auf langfristige Entwicklung vor – auch wenn administrative Hürden weiterhin zu überwinden sind.