Sheinbaums Wahlreform: Was sich in Mexikos System wirklich ändert
Mexikos Wahlreform: Sheinbaums Entwurf wird noch diesen Monat vorgestellt
Noch in diesem Monat wird Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum Pardo den Entwurf für die geplante Wahlreform vorlegen. Der von einer Sonderkommission ausgearbeitete Text sieht Änderungen vor, behält aber zentrale Elemente des aktuellen Systems bei.
Die Reform belässt das bestehende gemischte Wahlsystem im Kongress unverändert: 300 Sitze werden weiterhin über Direktmandate in Einerwahlkreisen vergeben, weitere 200 über die Verhältniswahl. An diesen Zahlen wird nicht gerüttelt.
Pablo Gómez, der die von der Präsidentschaft eingesetzte Kommission leitet, wird den endgültigen Vorschlag einreichen. Seine Rolle war maßgeblich für die Ausgestaltung der Reform, bevor sie offiziell präsentiert wird.
Der Schwerpunkt der Neuerungen liegt nun auf der Stärkung der Verbindung zwischen den über die Verhältniswahl gewählten Abgeordneten und den Wähler:innen. Ziel ist es, dass diese Vertreter:innen sich im Vorfeld der Wahlen intensiver mit der Gesellschaft austauschen.
Sobald der Entwurf veröffentlicht ist, wird die Kommission unter Gómez’ Leitung die weiteren Schritte koordinieren. Zwar bleibt die Sitzverteilung im Kongress unverändert, doch sollen neue Maßnahmen die Bürgerbeteiligung der Verhältniswahl-Abgeordneten verbessern. Die finale Fassung der Reform soll noch vor Monatsende der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
